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Am liebsten spielt er Fangen

Am liebsten spielt er Fangen

Der vierjährige Joshua zeigt uns, dass rumtoben auch mit Intensivpflege funktioniert. Zusammen mit seinen Eltern und GIP-Pflegerin Jasmin machte er einen Indoorspielplatz in Berlin unsicher.

Joshua düste durch das Spielparadies. Foto: Dario Lehner

Fasziniert betrachtet Joshua die Lichter der Diskokugel, während er mit seiner Mama Ayla übers Parkett düst. Er sitzt zum ersten Mal in einem Autoscooter und bestaunt die tanzenden Lichter. Im Spieleparadies „Kids Party Games“ ist „Schnotti“ (Joshuas Spitzname) vier Stunden lang gerutscht, auf Luftkissen herum gesprungen und mit seinen Eltern in Gummireifen um die Wette geschlittert. Er hat mit GIP-Pflegerin Jasmin Türme aus Riesenbausteinen gestapelt, um sie dann mit einer Riesenfreude wieder umzuwerfen. Alle hatten Spaß und konnten unbeschwert die Zeit auf dem Riesenspielplatz genießen. „Am liebsten macht ‚Schnotti‘ Blödsinn, packt Katheter aus oder jagt uns durch die Wohnung. Deshalb ist das für ihn hier der perfekte Ort zum Toben“, erzählt Papa Gary.

 

Joshua wurde vor vier Jahren mit einem Hypoplastischen Linksherzsyndrom (verkümmerte linke Herzkammer) geboren. Nach neun Monaten Krankenhausaufenthalt übernahm die GIP 2011 seine intensivmedizinische Pflege (vgl. Heft 03/2012). Durch zahlreiche Operationen konnte Joshuas Herzfehler soweit behoben werden, dass die Sauerstoffsättigung im Blut wieder ausreichend ist. Nach dem letzten Eingriff im April 2014 legte der Vierjährige nochmal einen großen Entwicklungssprung hin. Seine Motorik hat sich verbessert, er ist konzentrierter und fitter. Nun müssen noch das Tracheostoma entfernt und die Stimmlippen operiert werden. Joshuas Leben wird danach ohne Intensivpflege weitergehen und auch wenn seine Pflegerinnen sich freuen, dass für ihren kleinen Patienten eine neue Lebensphase beginnt, so werden sie ihn trotzdem sehr vermissen.

Eine Ballschlacht! Foto: Dario Lehner
Eine Ballschlacht! Foto: Dario Lehner
Ich muss immer hören, ob das Wasser wirklich sprudelt. Foto: Dario Lehner
Ich muss immer hören, ob das Wasser wirklich sprudelt. Foto: Dario Lehner
Uuiiui, diese vielen Lichter - die Diskokugel hat so schön geglitzert. Foto: Dario Lehner
Uuiiui, diese vielen Lichter - die Diskokugel hat so schön geglitzert. Foto: Dario Lehner
Nach vier Stunden Spieleparadies waren wir alle selig. Foto: Dario Lehner
Nach vier Stunden Spieleparadies waren wir alle selig. Foto: Dario Lehner
Ach nö, reiten ist viel lustiger - Yeaha. Foto: Dario Lehner
Ach nö, reiten ist viel lustiger - Yeaha. Foto: Dario Lehner

"Wir sind gespannt auf die Inklusionskita, die Joshi hoffentlich bald besuchen wird. Bisher konnte er mit anderen Kindern noch nicht so viel anfangen."
Mutter Ayla, 22

"Joshua liebt Bälle und tanzt sehr gerne. Mit seinem Charme wickelt er uns alle um den Finger."
GIP-Pflegerin Jasmin, 29

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