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Eine Familie fährt zur Kur

Eine Familie fährt zur Kur

Seit Alex auf der Welt war, hatte seine Familie kaum die Möglichkeit einmal eine kleine Verschnaufpause einzulegen, geschweige denn Urlaub zu machen. Eine Mutter-Kind-Kur bot seiner Familie und ihm schließlich eine Luftveränderung und nach langer Zeit die Möglichkeit, einmal wieder richtig auszuspannen. Auch seine Schwester Erika konnte endlich einmal Urlaub machen.

Alex entspannt gemeinsam mit seiner Mutter und seinem Pflegeteam in einer Kureinrichtung

Alex fällt ins Wachkoma

Alex wollte nach seiner Geburt nicht richtig gedeihen, war sehr unruhig, hatte Schreiattacken und erbrach sich oft. Trotz unzähliger Arztbesuche und etlichen Krankenhausaufenthalten war man lange Zeit ratlos und fand keine Erklärung für seinen Zustand bis im September 2003 ein Hirntumor entdeckt wurde. Dieser wurde zunächst erfolgreich operiert. Alex entwickelte sich rasant und holte seine bisherigen Defizite schnell auf. Kurze Zeit darauf begann er jedoch zu krampfen und fiel in einen Status epilepticus (außergewöhnlich lange andauernder epileptischer Anfall). Er musste mehrmals reanimiert werden, wurde künstlich beatmet und erhielt letztlich eine Trachealkanüle. Seitdem liegt Alex im Wachkoma.

Die GIP übernimmt seine Pflege

Nach einem halben Jahr Rehabilitation übernahm die GIP Alexanders Pflege. Seine Familie lernte, dass er auch zu Hause gut versorgt werden kann. Ganz langsam stabilisierte sich sein Kreislauf. Er benötigte keine künstliche Sauerstoffgabe mehr, seine Spastiken ließen mit der Zeit langsam nach und er wurde lockerer, sodass man beginnen konnte, therapeutisch mit ihm zu arbeiten.

Die Idee: Eine Mutter-Kind-Kur

Alex Familie war lange Zeit nicht zur Ruhe gekommen. So entwickelten wir als für Alex zuständiges GIP-Pflegeteam nach und nach die Idee, eine Kur für seine Mutter zu beantragen. Alex und seine vier Jahre ältere Schwester Erika sollten natürlich mitfahren. Ein entsprechender Antrag war schnell gestellt. Zunächst wurde Alex Familie leider eine Kureinrichtung zugewiesen, die viel zu weit von seinem Heimatort entfernt war – die Fahrt wäre einfach zu anstrengend für Alex gewesen. Es wurde also umdisponiert. Wir hatten einen Tipp für eine Kureinrichtig ganz in der Nähe, in einem anerkannter Kneippkurort erhalten. Im Gespräch mit der Krankenkasse stellte sich heraus, dass ein Wechsel des Kurortes gar kein Problem darstellte, sodass Alexanders Familie im April 2008 gemeinsam mit einer Krankenschwester unseres Teams eine erste kurze Besichtigung der Kureinrichtung vornehmen konnte. Begeistert und voller Vorfreude kamen alle zurück.

Und los ging es

Alex bewohnte das schönste Zimmer im Turm...

Nach dem Zusammenstellen der Hilfsmittel und alledem, was Alex während des dreiwöchigen Kuraufenthaltes brauchen würde, ging es am 28. Mai 2008 endlich los. Alexanders Familie bezog ein geräumiges Drei-Zimmer-Appartement in der Kureinrichtung. Das schönste Zimmer aber bekam Alex – ein Turmzimmer mit einen herrlichen Blick über die nahe liegende Umgebung.

...mit einem herrlichen Rundumblick über die nahegelegende Umgebung

Sein Aufenthalt im Turm wurde allerdings tagsüber auf das Nötigste reduziert. So oft es ging, verbrachten wir die Zeit mit ihm an der frischen Luft in den weitläufigen Parkanlagen mit ihren vielen schattigen Plätzen zum Verweilen. 

 

Durch ein im selben Haus von der GIP gebuchtes Zimmer für uns Pflegekräfte brauchten wir nach dem Dienst nicht nach Hause zurück fahren. Dadurch konnten wir Alexanders Mama die Sicherheit geben, in ihrer Nähe zu sein und im Notfall sofort herbeieilen zu können. Außerdem ermöglichte uns diese Nähe, sehr flexibel arbeiten zu können. Alexanders Mama und seine große Schwester Erika konnten so alle Kur-Aktivitäten und -Anwendungen in Anspruch nehmen. Während sie sich erholten, versorgten wir Alex. Es war ein tolles Arbeiten. Wir wurden vor Ort umsorgt und unterstützt. Viele zeigten Interesse für unsere Arbeit, weshalb wir einige neue Bekanntschaften schlossen. Gut erholt und munter ging es am 18. Juni wieder zurück nach Hause. Alexanders Familie hatte die Kur so gut gefallen, dass sie sich vornahm, zukünftig regelmäßig gemeinsam zu vereisen, um einfach einmal auszuspannen. Und das tut sie auch – mindestens einmal im Jahr. 

 

Hannelore F.

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