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GIP - "Meine Schwestern"

GIP - Meine "Schwestern" und ich

Anne, 26 Jahre aus Halle/Saale, wird von einem ganz besonderen GIP-Team betreut. Drei "verrückte" Pflegerinnen und zwei kuschelige Vierbeiner.

Anne und ihr Team im Urlaub in Sparkebüll. (von links: meine Schwester Lisa, Jana mit Oskar, ich, Nadine mit Nik und Josephine mit Sunny Foto: GIP-Team
Anne und ihr Team im Urlaub in Sparkebüll. (von links: meine Schwester Lisa, Jana mit Oskar, ich, Nadine mit Nik und Josephine mit Sunny Foto: GIP-Team

Mein Name ist Anne, ich bin 26 Jahre jung und wohne in Halle/Saale. Ich werde seit 2012 von der GIP betreut. Zu dem Team, welches mich betreut, gehören Jana, Nadine und Josephiene.

 

Die drei Mädels sind ein bisschen verrückt, aber sie sagen, das muss man in dem Beruf sein ;-)

Sie stellen oft tolle Sachen mit mir an, obwohl ich manchmal lieber im Bett liege und nichts mache. Aber das finden die Mädels nicht so toll, sie sagen dann immer, ich bin schließlich erst 26 Jahre, ich soll noch ein bisschen was erleben, auch wenn ich so krank bin.

Also gehen sie mit mir oft shoppen, spazieren oder nehmen mich mit wenn sie essen gehen oder in den Biergarten. Meine Mutti haben sie nach langer Zeit auch überredet, dass ich endlich Strähnchen in die Haare bekomme.

 

Aber am tollsten war, dass sie mit mir im Urlaub waren, in Sprakebüll, an der dänischen Grenze. Der erste Urlaub ohne meine Mutti, aber wir haben uns gedacht, ihr tut eine Woche Ruhe auch mal gut. Es war ein toller Urlaub, das Wetter war nicht so toll, aber wir haben trotzdem viel gemacht. Wir waren in Neumünster shoppen, ein paar Mal an der Ostsee oder zum Bummeln in Flensburg. Ich habe eigentlich recht gut durchgehalten, meine Krämpfe hielten sich in Grenzen, lag bestimmt an der Luft.

 

Wir haben einen richtig tollen Mädelsurlaub gemacht. Meine kleine Schwester Lisa war auch mit, Nadine hatte ihren kleinen Sohn Nik mit, Jana und Josephiene ihre Hunde. Das war klasse, ich mag Hunde nämlich sehr. Josephiene ihre Sunny ist ein Dogo Argentino, komische Menschen sagen immer Kampfhund zu ihr, aber das ist sie gar nicht, wenn dann ist sie ein Kampfschmuser ;-) Jana ihr Oskar ist ein Cane Corso und genauso kuschelig wie Sunny. Wenn wir unterwegs waren, haben die beiden immer mit auf mich aufgepasst. Der Oskar hat besonders auf mich aufgepasst, er hat immer alles kontrolliert, hat immer genau geschaut was die Mädels mit mir machen. Aber am besten ist ja, das er wahrscheinlich riecht, das ich krampfe, bevor ich krampfe, dann kommt er zu mir und stubst mich an oder schleckt mich ab, dann krampfe ich gar nicht oder nicht so doll.

 

"Sisters" ein Leben lang

Im Urlaub haben die Mädels beschlossen, unsere Zeit verewigen zu lassen, sie sagen, ich bin ja ein Teil ihres Lebens (ich sag ja, die sind verrückt!). Und da sie meine „Schwestern“ sind, haben sie sich alle 3 „Sisters“ auf den Fuß tätowieren lassen...

Das "Sisters"-Tattoo meines Teams Foto: GIP-Team
Das "Sisters"-Tattoo meines Teams Foto: GIP-Team

Sie tun wirklich alles, damit es mir gut geht und ich mein Leben, trotz meiner ganzen Einschränkungen, genießen kann.

Jana hat erzählt, dass sie auf dem Teamleitertreffen im Mai oft gehört hat, wie unzufrieden manche Teams sind, dass gezickt wird oder manche nicht machen was sie sollen, auch wurde wohl viel über die Pflegedienstleitungen geschimpft. Also so wie ich das hier mitbekomme, ist das hier gar nicht so. Die drei verstehen sich privat auch toll und machen viel zusammen. Und genauso gut läuft es auch hier. Wenn doch mal was ist und Jana schimpfen muss, ist das kein Problem, dann wird der Fehler beseitigt und keiner ist nachtragend.

Auch wenn die Pflegedienstleitung Anke kommt, freu ich mich immer riesig und sie sagt auch, dass Jana das hier recht gut im Griff hat. Mit meiner Mama und Schwester verstehen sich die drei auch super. Meine Mama sagt immer, dass sie ja schon zur Familie gehören und vertraut ihnen sehr.

 

Die Mädels opfern auch viel Freizeit für mich, wie z.B. Arzttermine regeln, Rezepte holen, aber sie begleiten mich auch mit ins Krankenhaus. Ich habe gehört, dass die Krankenkasse das gar nicht bezahlt. Aber die Mädels möchten mich da nicht alleine lassen. Ich würde sonst immer allein im Zimmer liegen und keiner schaut nach mir. Überwacht werde ich ja nur auf der Intensivstation. Außerdem mag ich fremde Menschen nicht, Krankenhäuser schon gar nicht, ich hab da immer sehr doll Angst und reagiere nicht auf die Menschen und krampfe sehr viel. Und wenn ich allein im Zimmer bin, merkt das ja keiner, auch wenn ich mal auf ITS lag, hat das keiner gemerkt, da meine Vitalzeichen beim krampfen keinen Alarm auslösen. Und damit ich entspannt bin, bleiben meine Mädels bei mir.

 

Also im Großen und Ganzen kann ich sagen, dass es mich mit den drei Verrückten schon ziemlich gut erwischt hat. Ich wünsche mir für die Zukunft sehr, dass es so bleibt und es auch in den anderen Teams so gut läuft. Ich freue mich, sie im August zum Sommerfest, alle mal kennenlernen zu dürfen Jana hat mir dafür extra schon ein tolles Kleid bestellt.

 

 

Bis dahin wünsche ich Ihnen alles Gute.

Ihre Anne

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