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Rechtliche Grundlagen

Häusliche Intensivpflege: Rechtslage und Kostenträger

Als gesetzlich Versicherter haben Sie in Deutschland gegenüber Ihrer Kranken- und Pflegeversicherung grundsätzlich einen Anspruch auf umfassende Versorgung in der eigenen Häuslichkeit. Sie müssen hierbei jedoch zwischen dem Anspruch auf Behandlungspflege und dem Anspruch auf Grundpflege sowie hauswirtschaftliche Versorgung unterscheiden. Darüber hinaus bestehen weitere Ansprüche beispielsweise bei der Versorgung mit Hilfsmitteln.

 

Behandlungspflegerische Leistungen gemäß dem Sozialgesetzbuch V

Behandlungspflegerische Leistungen sind medizinisch notwendige Maßnahmen, wie die Überwachung der Beatmung oder das Absaugen bei Patienten mit Tracheostoma. Diese notwendigen Leistungen müssen vom Hausarzt verordnet werden. Die Kostenübernahme erfolgt über die Krankenkasse.

Sozialgesetzbuch V

Der Anspruch auf häusliche Krankenpflege sowie häusliche Intensivpflege wird durch SGB V § 37 geregelt.

Grundpflegerische Leistungen nach Sozialgesetzbuch XI

In diese Kategorie fallen Leistungsansprüche aus Körperpflege, Ernährung und Mobilität eines Patienten, welche Leistungen der Pflegeversicherung sind. Versicherte erhalten die Leistungen der Pflegeversicherung auf Antrag. Hierbei wird zwischen Sach-, Geld- oder Kombinationsleistung unterschieden. 

  • Sachleistung = Pflegeeinsätze durch professionelle Pflegekräfte (Sozialstationen oder soziale Dienste).
  • Geldleistung = Pflegegeld für pflegende Angehörige, Freunde oder Nachbarn.
  • Kombinationsleistung = Pflegegeld und Pflegesachleistungen können auch kombiniert in Anspruch genommen werden.


Entsprechend dem jeweiligen erhöhten Grundpflegebedarf wird durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) eine Einstufung in einen der neuen Pflegegrade vorgenommen (SGB XI § 15). 

Grundpflegerische Leistungen auch während der Behandlungspflege

Bei Betrachtung einer 24-stündigen Intensivpflege fallen jedoch auch während Zeiten der Behandlungspflege grundpflegerische Leistungen an. Die Finanzierung der reinen Grundpflegezeiten wird nach aktueller Rechtsprechung zu 50 Prozent von der Krankenkasse und zu 50 Prozent von der Pflegeversicherung getragen.  

Für Informationen, die Ihre individuelle Situation berücksichtigen und Fragen zur Kostenübernahme bei häuslicher Intensivpflege wenden Sie sich bitte an unser Case Management.

Sozialgesetzbuch XI

Im SGB XI werden Anspruch und Umfang einer Pflegebedürftigkeit definiert und die entsprechenden Leistungen der sozialen Pflegeversicherung geregelt.

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