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17.03.2014

Lotta Wundertüte – Unser Leben mit Bobbycar und Rollstuhl

„Ihr Kind ist eine Wundertüte“, sagt mir ein Arzt.
Wundertüte, das klingt nach Brausepulver und Knallerbsen. Kinderglück. Ich lächele, Lotta in meinen Armen. „Klingt doch schön.“
„Na ja“, sagt er und zögert. „Wann haben Sie das letzte Mal eine Wundertüte ausgepackt? Das ist immer auch Kram drin, den Sie nie haben wollten.“
Wird Lotta laufen können? Reden? Lächeln?
„Man weiß nie, was drin ist“, sagt der Arzt.

Cover: Sandra Roth, Lotta Wundertüte - Unser Leben mit Bobbycar und Rollstuhl. Copyright: Verlag Kiepenheuer & Witsch

Lotta ist ein Wunschkind und wird mit der seltenen Gefäßfehlbildung „Vena-Galeni-Malformation“ in eine Familie hineingeboren, die darauf nicht vorbereitet ist. Wie lebt es sich mit einem zu 100 Prozent schwerbehinderten Kind in unserer Gesellschaft? Wie reagieren Freunde, Nachbarn und Kollegen? Lotta’s Mutter, Sandra Roth, gewährt authentische Einblicke in ihr Familienleben, berichtet über drei bewegende Jahre zwischen Leid, Glück, Kampf, Überraschungen und der schwierigen Frage, was wirklich zählt im Leben.

„Lotta ist jedenfalls kein Schicksalsschlag. Sie ist meine Tochter. Aber sie hat eine Hirnschädigung. Die kann man, wenn man will, als Schicksalsschlag bezeichnen oder wie die Ärzte als Laune der Natur. Unser Leben verläuft inzwischen recht normal. Nur, dass wir oft beim Arzt sind oder bei der Physiotherapie - und dass neben dem Müsli Medikamente stehen. Mir fällt das nicht mehr auf. Anderen schon. Genauso wenig normal sind sicher Lottas sieben Operationen in drei Jahren“, berichtete Sandra Roth in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung.

Die Autorin macht mit ihrem Buch Mut, auch den schwierigen Momenten im Leben mit Optimismus und Humor zu begegnen. Denn: „Zum Lachen muss man nicht laufen können.“ Und zum Glücklichsein auch nicht, wie die Mutter und Autorin gegenüber der SZ äußerte: „Um Glück zu empfinden, muss man nicht laufen können, um zu lieben, nicht sehen können. Laut einer belgischen Studie stufen sich Locked-in-Patienten, also Menschen, die nur noch per Wimpernschlag kommunizieren können, zu 72 Prozent als zufrieden ein. Und Lotta kann sich zwar nicht selbst an die Nase greifen, aber doch einiges mehr, als diese Menschen.“

Das Buch „Lotta Wundertüte – Unser Leben mit Bobbycar und Rollstuhl“ von Sandra Roth ist im Verlag Kiepenheuer & Witsch erschienen. Mehr Informationen unter: www.kiwi-verlag.de

 

In der aktuellen Ausgabe unseres GIP-Magazins verlosen wir zwei Exemplare dieses sehr lesenswerten Buches. Schicken Sie dazu einfach eine E-Mail mit dem Stichwort „Wundertüte" an info(at)mediaintensiv.de. Einsendeschluss ist der 01.04.2014.

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