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23.05.2016

Boys’Day 2016: Ein Gymnasiast wandelt auf den Spuren seiner Mutter

Die GIP Intensivpflege gab in diesem Jahr im Rahmen des Boys´Day bereits zum fünften Mal Jungen unter dem Motto „Mehr Männer in die Pflege” die Möglichkeit, den Alltag von Pflegekräften ganz praktisch näher kennenzulernen. Im thüringischen Sangerhausen sowie in Halle-Neustadt packte der 13-jährige Philipp Franke die Gelegenheit beim Schopfe, Pflege-Profis nicht nur über die Schulter zu sehen, sondern auch selbst tätig werden zu können.

Philipp bei der Bedienung des Lifters. Foto: GIP
Philipp bei der Bedienung des Lifters. Foto: GIP

Für Philipp hatte der Boys’Day den angenehmen Nebeneffekt, einmal statt Theorie in der Schule reale Praxisluft schnuppern zu dürfen. Frei von seinem Lieblingsfach Chemie. „Aber auch ein Tag ohne den weniger geliebten Französisch-Unterricht”, verriet Philipp uns mit einem Augenzwinkern. Es sei schön gewesen, mal einen Tag schulfrei zu haben, meinte er.

Berührungsängste kannte der Gymnasiast nicht, hatte er doch in der Vergangenheit bereits mehrfach Kontakt zu behinderten Kindern gehabt. Hinzu kommt, dass Philipp „erblich” vorbelastet ist, sozusagen „Pflegegene“ in sich trägt: Seine Mama Anke arbeitet seit neun Jahren bei der GIP, seit 2013 als Pflegedienstleiterin.

 

 

Früh aufstehen war angesagt

Anschließend wurden die Vitalwerte des Patienten kontrolliert. Foto: GIP
Anschließend wurden die Vitalwerte des Patienten kontrolliert. Foto: GIP

Der Boys’Day begann für Philipp früher als sonst die Schule: Bereits um 7:00 Uhr ging es für ihn los. Zweieinhalb Stunden später besuchte er die erste Patientenversorgung. Tatkräftig zupacken war da für Philipp angesagt. Er half mit, den Patienten mit Hilfe eines Lifters aus dem Bett zu heben und ihn in seinen Rollstuhl zu setzen. Kein leichtes Unterfangen für einen 13-Jährigen. Anschließend reichte er ihm unter der Aufsicht von Mama Anke und der anwesenden Pflegefachkraft über eine PEG eine Zwischenmalzeit, was dem Gymnasiasten erstaunlicherweise schon leichter von der Hand ging. Alle waren begeistert. Auch die Angehörige des Patienten lobte den 13-jährigen für sein Geschick und seine Achtsamkeit.

Anschließend durfte Philipp dann beim Teamgespräch mit allen Pflegekräften Mäuschen spielen – und gut zuhören. Er bekam dabei einen Eindruck davon, wie vielgestaltig der Alltag von Pflegerinnen und Pflegern ist und wie flexibel  sich die Mitarbeiter auf ständig neue Erfordernisse einstellen müssen.

Guter Einblick in die Pflege

Philipp beim Verabreichen einer Zwischenmahlzeit über eine PEG. Foto: GIP
Philipp beim Verabreichen einer Zwischenmahlzeit über eine PEG. Foto: GIP

In Halle-Neustadt angekommen, erfuhr Philipp, dass eine schlafende Patientin nicht heißt, nichts zu tun zu haben. Er führte ein sehr langes und ausführliches Gespräch mit dem Mann der Patientin. Dieser zeigte Philipp die Wohnung und vermittelte ihm einen guten Eindruck davon, was es für Familienangehörige bedeute, Tag und Nacht nicht nur mit einem kranken, lieben Menschen zusammen zu leben, sondern auch stets von dessen Pflegekräften umgeben zu sein.  Viele private Aspekte wurden erörtert, die Philipp so nicht kannte und die einen tiefen Eindruck bei ihm hinterließen.

Erst um 15.30 war der Tag für Philipp zu Ende und  er konnte endlich seinem Lieblings-Hobby frönen: Es ging zum Fußballspielen. Für seine Mutter war noch längst nicht Schluss – sie fuhr weiter, um ihre Patienten zu besuchen.

 

 

Mehr zum Boys’Day

Seit 2011 haben bundesweit fast 194.000 Jungen an mehr als 31.000 Boys’Day-Angeboten teilgenommen. Knapp 30.000 Jungs waren es am Boys’Day 2016. Der nächste Boys’Day findet am 27. April 2017 statt. Mehr Informationen unter: www.boys-day.de

 

 

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