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20.06.2012

Schwerpunkt: Sucht in der Pflege

Risiko auch in der Pflege: das Thema Sucht. Foto: © Kzenon - Fotolia.com

Stress, Rückenprobleme oder andere körperliche Leiden aufgrund der Arbeitsbelastung sind unter Pflegenden in aller Munde, nicht aber das Thema Sucht. Sucht ist eine Krankheit und Betroffene brauchen Hilfe. 

 

Gerade Pflegende sind als Berufsgruppe auf eine besondere Art und Weise mit dem Thema Sucht konfrontiert. Einerseits haben Pflegekräfte mit anstrengenden Schichtdiensten, hoher körperlicher Belastung sowie Auseinandersetzungen beispielsweise mit Angehörigen oder Ärzten zu kämpfen, auf der anderen Seite haben sie aufgrund ihres Berufs relativ leichten Zugang zu abhängigkeitsfördernden Mitteln. Dieser Umstand wird gewöhnlich auch als „Griffnähe“ bezeichnet.  

Studie zum Suchtverhalten von Pflegenden

"Sucht in der Pflege" als Titelthema in: Die Schwester Der Pfleger 03/12 (bibliomed).

Die Ausgabe 3/2012 des Fachmagazins Die Schwester Der Pfleger berichtete über eine Studie, bei der erstmalig 829 Pflegende in Deutschland und Österreich zum Thema „Suchtverhalten“ befragt wurden. Mit dem erschreckenden Ergebnis, dass rund 40 Prozent aller Pflegenden von mindestens einem und bis zu drei Fällen von suchtbasiertem Verhalten unter pflegerischen Kollegen berichten konnten. Schädlicher Alkoholgebrauch lag hier laut Studie vor dem Missbrauch verschreibungspflichtiger Medikamente sowie dem Missbrauch illegaler Drogen. 

 

Ein Blick auf Daten des Statistischen Bundesamtes zu den Rauchgewohnheiten der Bevölkerung in Deutschland zeigt zudem, dass auch der Anteil der Raucherinnen und Raucher unter den Pflegenden deutlich über dem Bundesdurchschnitt liegt – mit gefährlichen Folgen für die versorgten Patienten sowie für die Gesundheit, die Arbeits- und Leistungsfähigkeit des Pflegenden. 

 

So beschrieben 50 Prozent der Befragten in der oben genannten Studie körperliche Folgen des Suchtverhaltens. Und auch auf die berufliche Entwicklung kann Suchtmittelmissbrauch negative Auswirkungen haben. 3,1 Prozent der Teilnehmer berichteten von Entlassungen und 13,6 Prozent von anderen arbeitsrechtlichen Konsequenzen. 

Wie können Suchtprobleme erkannt werden?

An welchen Symptomen können Sie als Pflegekraft eine mögliche Suchtmittelabhängigkeit von Kolleginnen oder Kollegen erkennen? Medikamente, Alkohol, Nikotin oder illegale Drogen – Abhängigkeit lässt sich an bestimmten psychischen sowie körperlichen Symptomen erkennen. Und auch auf die Arbeitsleistung wirkt sich die Abhängigkeit negativ aus.

Suchtprobleme im eigenen Arbeitsumfeld? Wie sollte man sich verhalten?

Wir haben über das Thema „Sucht“ mit unserer beratenden Ärztin gesprochen. Sie gibt Pflegekräften in der außerklinischen Intensivpflege folgende Empfehlungen: 

Handlungsempfehlungen von BDA und DGAI zum Umgang mit abhängigkeitserkrankten Mitarbeitern

Der Berufsverband Deutscher Anästhesisten e. V. (BDA) sowie die Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e. V. (DGAI) haben „Empfehlungen zum Umgang mit abhängigkeitserkrankten Mitarbeitern im Krankenhaus“ herausgegeben. Diese richten sich einerseits an Vorgesetzte wie Pflegedienstleitungen und andererseits an die Gruppe der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Krankenhäusern. Aber auch für Pflegekräfte beispielsweise in ambulanten Pflegediensten geben die Empfehlungen wichtige Hinweise zum richtigen Verhalten in entsprechenden Situationen. Wir möchten Ihnen daher die Empfehlungen in leicht gekürzter Fassung vorstellen. 

 

Veröffentlicht in: Anästhesiologie & Intensivmedizin 2010; 51. Jahrgang; S.719-721

Foto: drogenbeauftragte.de

Mehr Informationen zum Thema Sucht bieten: 

  • die Drogenbeauftragte der Bundesregierung Mechthild Dyckmans unter drogenbeauftragte.de 
  • die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen dhs.de 

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