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Freude über 10-jähriges Jubiläum bei der GIP

Freude über 10-jähriges Jubiläum bei der GIP

Vera Huth aus Hessen hat viel erlebt in den zehn Jahren bei der GIP. Über den Jubiläums-Präsentkorb freute sie sich sehr und gewährte Einblicke in ihre langjährigen Erfahrungen.

Gratulation zum 10-jährigen Jubiläum durch PDL Steven Hoppe. Foto: GIP-Team
Gratulation zum 10-jährigen Jubiläum durch PDL Steven Hoppe. Foto: GIP-Team

Per Zufall in die Intensivpflege

Ich bin damals quasi zufällig bei der GIP gelandet. Ein ehemaliger PDL wohnte bei mir im Ort und wusste, dass ich arbeitssuchend war. In seinem Team war eine schwangere Kollegin für die er dringend Ersatz suchte und so begann ich im Dezember 2004 meinen Dienst bei einem COPD-Patienten mit 24 h-Beatmung. Ich war neugierig wie wohl das Arbeiten in der häuslichen Intensivpflege sein würde und wollte das mal für ein paar Monate ausprobieren. Dass daraus einmal 10 Jahre und mehr werden würden, hätte ich nie gedacht.

Nie wieder in einen anderen Bereich der Pflege

Ich kann mich noch sehr gut an mein Vorstellungsgespräch bei dem Patienten zu Hause erinnern. Ich sah all die Schläuche und Geräte und stand kurz vor einer Ohnmacht. Mein erster Gedanke war: Das schaffst du nie! Doch nach einer professionellen und sympathischen Einarbeitung der Kollegen vor Ort konnte ich bereits nach wenigen Tagen eigenständig arbeiten. Schon nach ein paar Wochen war mir klar, dass ich nie wieder in einem anderen Bereich der Pflege arbeiten möchte.


Ich war sehr traurig als mein erster Patient nach wenigen Monaten verstarb. Doch schon nach wenigen Wochen, die ich als Springer tätig war, wurde ein neuer Patient in meiner Nähe aufgenommen. So konnte ich schnell wieder in einem Stammteam arbeiten. Dieser Patient war auch die bisher größte Herausforderung in meiner GIP- Laufbahn. Nicht nur pflegerisch (ALS im Endstadium) stand ich vor schwierigen Aufgaben, sondern auch mit Problemen durch überforderte Angehörige und Personalmangel war ich das erste Mal konfrontiert.


Dazu kam, dass ich nach einiger Zeit dann auf Bitten meiner damaligen PDL und des Patienten und seiner Angehörigen zum Teamleiter ernannt wurde. Mit der Freude und dem Stolz auf das entgegengebrachte Vertrauen kam auch eine mittelschwere Panik, ob ich wohl die ganzen neuen Aufgaben meistern würde: Dienstpläne schreiben, Hospitation und Einarbeitung neuer Mitarbeiter, Dokumentation auf dem Laufenden halten usw..


Ich hatte immer zuverlässige und kompetente Ansprechpartner, die immer für mich da waren und mir mit Rat und Tat zur Seite standen. Und auch die Hospitation in der GIP-Zentrale in Berlin war sehr aufschlussreich für mich.


Dank der professionellen Fortbildungen und den vielen Teamleitertreffen hab ich mich nach und nach immer sicherer in meinem Job gefühlt und kann mir heute nicht mehr vorstellen, in einem anderen Bereich zu arbeiten. Allein die vielen Krankheitsbilder (ALS, Muskeldystrophie, Wachkoma etc.) sowie die diversen Hilfsmittel und Maschinen (Beatmungsgeräte, Cough Assist etc.) waren für mich von Beginn an Herausforderung und Faszination zugleich.

Erfahrungen sammeln als Springerin

Wenn es der Dienstplan zuließ, war ich auch immer mal wieder als Springer tätig, habe neue Patienten mit aufgenommen und war auch einige Monate als Dauerspringer tätig. In dieser Zeit konnte ich sehr viele positive Erfahrungen sammeln und zahlreiche nette Arbeitskollegen kennenlernen, von denen ich sehr viel lernen konnte. Jeder Patient und jedes Team ist anders und man kann viele neue Ideen mit in das eigene Stammteam bringen.


In meinen 10 Jahren bei der GIP hat sich so vieles geändert. GIP-Werbung auf Plakaten, Teilnahme an Messen und Kongressen, GIP auf Facebook und Twitter, stetig wachsende Patienten- und Mitarbeiterzahlen, qualitativ und quantitativ immer bessere Fortbildungen und eine  Personalverwaltung, die immer wieder neu geordnet, angepasst und verbessert wurde, sind nur ein paar Veränderungen der letzten Jahre.


Besonders bedanken möchte ich mich bei meiner (ehemaligen) Personalreferentin, Diana Thämlitz, die mich nicht nur bei personellen Problemen viele Jahre lang unterstützt hat, sondern auch sonst immer ein offenes Ohr für mich hatte. Ich wünsche ihr für ihren neuen Einsatzbereich an den Pflegeschulen viel Erfolg und viel Freude.

Arbeiten für ein selbstbestimmtes Leben

Seit Februar 2009 bin ich jetzt bei meiner Stammpatientin in Kassel als Pflegerin und Teamleiterin tätig. Mein Team und ich freuen uns, dass sie mit unserer Hilfe ein selbstbestimmtes und erfülltes Leben führen kann. Es gibt in allen Bereichen der Pflege, Dokumentation und des täglichen Lebens immer ein Miteinander, nie ein Gegeneinander. Ein ganz besonders schönes Erlebnis für unsere Patientin und uns war die Hochzeit ihrer Tochter. In diesem sympathischen Umfeld habe ich nicht nur einen Arbeitsplatz sondern auch ein zweites Zuhause gefunden.


Natürlich ist mir bewusst, dass es nicht überall so harmonisch abläuft. In den vielen Jahren hatte ich oft mit Problemen zu kämpfen, ob nun von Seiten der Patienten, der Angehörigen oder der Mitarbeiter. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass durch Kommunikation, Respekt, Geduld, Teamwork, Kompromissbereitschaft und eine positive Grundeinstellung viele schwierige Situationen überwunden werden können.

 

Ich freue mich schon auf die nächsten 10 Jahre bei der GIP und hoffe, dass sie genauso spannend, erfüllend und abwechslungsreich werden wie die letzten zehn. Und ich hoffe, dass noch sehr viele meiner Kollegen ihr 10-jähriges Dienstjubiläum bei der GIP feiern werden.

 

Mitarbeitererfahrungsbericht von Vera Huth

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