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Männer sind gut für die Harmonie

Männer sind gut für die Harmonie

Als mobiler Mitarbeiter versorgt André Poblenz GIP-Patienten in ganz Deutschland und lernt viele Menschen kennen. Ein offener Umgang ist dem Springer wichtig, der bekannt ist für seine ehrliche Art. Was ihm an seinem Job gefällt, warum der Erfahrungs-austausch wichtig ist und wie Männer das Team bereichern, erzählt er uns im Interview. 

GIP-Springer André Poblenz mit Tim Wirbelauer. Foto: André Poblenz

GIP: Sie haben 2011 Ihre Arbeit bei der GIP begonnen. Was haben Sie seit Ihrem Einstieg alles erlebt?


André Poblenz: Jede Menge Abwechslung. Ich habe in einem festen Team in Berlin meinen Dienst begonnen. Da ich ungebunden bin und Lust darauf hatte, mir verschiedene Versorgungen anzuschauen, habe ich in das Work & Travel Programm reingeschnuppert und bin seit Januar diesen Jahres Springer. Ich entdecke tolle Ecken in Deutschland und lerne viele Menschen kennen. Das macht mir Spaß.

GIP: Wie sind Sie zur GIP gekommen?


André Poblenz: Ich war früher selbstständiger Handelsvertreter und habe Werbung verkauft. Irgendwann habe ich mir die Frage gestellt, was mich wirklich interessiert. Ist das Kaufmännische überhaupt das Richtige für mich? Medizin fand ich schon immer spannend, insbesondere Intensivpflege. Nach meiner Pflegeausbildung habe ich die GIP entdeckt. Das war für mich der beste Weg um im Bereich Intensivpflege und Beatmung zu arbeiten.
 
GIP: In welchen Situationen ist ihr Beruf schwierig?


André Poblenz: Wenn Patienten versterben oder auch der Umgang mit den Angehörigen. Wir Pflegekräfte müssen häufig viel auffangen an Unstimmigkeiten innerhalb der Familie. Wir können dann nur zuhören aber nicht viel ausrichten. Diese Situation ist nicht so leicht und man darf sich das nicht so zu Herzen nehmen. Ich frage mich oft wie ich reagieren soll und fände beispielsweise psychologische Schulungen oder Supervision für Pflegekräfte in dem Bereich sehr sinnvoll.

GIP: Welche Erfahrung war für Sie die wichtigste?


André Poblenz: Ich habe viel gelernt im Umgang mit Patienten und Angehörigen. Am wichtigsten war wohl die Erkenntnis, dass man sich selber zurücknehmen muss, weil die eigenen Bedürfnisse in bestimmten Situationen oft nicht wichtig sind. Es geht prinzipiell erst einmal um die Bedürfnisse des Patienten.

GIP: Was ist Ihre Motivation in der Intensivpflege zu arbeiten?


André Poblenz: Ich möchte mich gerne weiterentwickeln. Viele Dinge, die wir „Intensivler“ können und wissen, weiß nicht jeder und das finde ich spannend. Daher mag ich auch meine Mobilität. Ich erlebe viele Krankheitsbilder und  lerne jeden Tag dazu. Außerdem ist mein Antrieb, dass ich das Gefühl habe, gewollt zu sein. Wenn ich spüre, dass ich jemand anderem helfen kann, freue ich mich darüber.

GIP: Wie erleben Sie die Zusammenarbeit mit den Teams?


André Poblenz: Jedes Team ist individuell. Es gibt aber einen Tenor, der oft an mich herangetragen wird: Es ist gut, wenn ein Team aus Frauen und Männern besteht. Ohne das pauschal zu bewerten, aber ein Mann bringt Ruhe rein. Daher wäre es schön, wenn noch mehr Männer in die Pflege kommen. Damit würde das Teamleben noch harmonischer werden.

GIP: Was ist Ihnen bei Ihrer Arbeit wichtig?

 

André Poblenz: Ich pflege einen offenen Umgang. Wir sind alle nur Menschen und wo Menschen arbeiten, passieren auch Fehler. Da sollte man Verständnis aufbringen. Daher finde ich es wichtig, dass man offen und ehrlich miteinander spricht.

GIP: Welche Situation hat Sie besonders berührt?


André Poblenz: Ich fand es sehr herzerweichend, als ich mich das erste Mal um einen Säugling gekümmert habe. Das Feedback von so einem kleinen Wesen ist viel größer als von älteren Patienten. So ein Kind freut sich, dich zu sehen. Da merkt man richtig, wenn es einen wiedererkennt. Das fand ich sehr schön.

GIP: Wachsen die Patienten einem ans Herz?


André Poblenz: Ja, schon. Aber man muss auch objektiv bleiben. Das ist eben mein Job. Es gibt einen Unterschied zwischen meiner Arbeit und meinem Privatleben. Eine gesunde Distanz ist mir wichtig, weil ich sonst nicht helfen kann. Man darf sich nicht zu sehr für die Angelegenheiten anderer verantwortlich fühlen.


GIP: Haben Sie einen Tipp für Ihre Kollegen?


André Poblenz: Man muss sich auch auf die Anderen verlassen können. Vertrau auf deine Kollegen! Denn auch diese werden ihren Dienst bestmöglich leisten. Es ist wichtig loszulassen.  Außerdem tut mir der Austausch mit meinen Kollegen gut. Das ist ein Teamjob. Kommunikation ist entscheidend.

GIP: Haben Sie ein Lebensmotto?


André Poblenz: Ja. „Zeit, die man nicht hat, ist Zeit, die man sich nicht nimmt.“ Ich will mir zum Beispiel mehr Zeit nehmen für Fort- und Weiterbildungen. Als nächstes absolviere ich den „GIP-Pflegeexperten für außerklinische Intensivpflege und Beatmung“. Bildung finde ich sehr wichtig. Es ist ein lebenslanger Prozess.

GIP: Vielen Dank für das Interview.

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