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Spannende Jahre bei der GIP

Mein Name ist Susann und ich arbeite seit sechseinhalb Jahren bei der GIP in der häuslichen Intensivpflege in einer 1:1-Versorgung. Das heißt, ich reise nicht von Patient A zu Patient B, sondern bin fest bei einem Patienten im Team  und betreue diesen in seinen eigenen vier Wänden.

Als ich Ende August 2005 das Stellenangebot der GIP entdeckte, bewarb ich mich schnell und innerhalb von 10 Tagen hatte ich einen neuen Job - in einer neuen Stadt.


Da mich in meiner Heimatstadt nicht viel hielt und ich in Nürnberg einige Bekannte und Freunde hatte, zog ich kurzerhand in die fränkische Metropole. Eine Starthilfe bot mir die GIP, indem sie mir anfangs die Unterkunft zahlte. 

Ich stellte mich bei einer jungen Patientin mit Tetraplegie und künstlicher Beatmung vor und wir verstanden uns von Anfang an recht gut, sodass ich gleich am nächsten Tag mit der umfassenden Einarbeitung anfing. Die Geräteeinweisung auf das Beatmungsgerät sowie den mir damals noch unbekannten Zwerchfellstimulator erfolgte ebenfalls umgehend. Nach der Einarbeitung startete ich direkt mit meinen Diensten. 

Die 24 Stunden wurden anfangs auf drei Schichten verteilt, später auf zwei. Neben der Grund- und Behandlungspflege lag ein wichtiger Schwerpunkt meiner Arbeit in der Betreuung und Beschäftigung der Patientin. Letzterer Punkt liegt mir als gelernter Altenpflegerin sehr. Neben basteln, gestalten, kochen, backen etc. zählte auch der Haushalt dazu. So vergingen die 8- bzw. 12-Stunden-Dienste immer recht flott und mit viel Spaß und Freude. Neben der Arbeit bei der Patientin daheim, unternahmen wir diverse Ausflüge. So fuhren wir einfach mal zum Bummeln in die Stadt, gingen zusammen auf den Flohmarkt und in die Disco oder besuchten das jährliche Sommerfest der GIP in Berlin. Bereits mehrfach begleitete ich die Patientin in den Urlaub an die Ostsee. Man merkt also, dass die Arbeit in der häuslichen Intensivpflege recht abwechslungsreich und interessant ist. 

Teamleiterin und Aushilfsspringerin

Als ich nach zwei Jahren die Position der Teamleitung übernahm, kamen neben den grund- und behandlungspflegerischen Aufgaben noch organisatorische Aufgaben, wie beispielsweise Teamorganisation und Dienstplanung hinzu.

Zusätzlich übe ich die Funktion einer Aushilfsspringerin aus, was bedeutet, dass ich - soweit im eigenen Team möglich - mein festes Team habe, aber in anderen Teams aushelfe. Das ist für mich sehr interessant, da ich immer wieder neue Krankheitsbilder, aktuelles Fachwissen sowie interessante Patienten und Kollegen kennenlerne. Der Vorteil dieser Dienstform ist, dass man nicht ständig wie ein Dauerspringer von Punkt A nach B reisen muss.

Mit der Zeit baut man in der medizinischen Intensivpflege natürlich eine gewisse Bindung zu den Patienten auf, da man allein in deren Häuslichkeit arbeitet und somit viel Zeit miteinander verbringt. 

Zeit für Veränderung

GIP Sommerfest 2010. Foto: Susann Krix

Nach fünfeinhalb spannenden und schönen Jahren bei der Patientin war es für mich Zeit für eine berufliche Veränderung. Ich habe in den letzten Jahren sehr viel gelernt, aber dennoch wollte ich mal wieder etwas anderes, dauerhaft - nicht nur nebenbei als Aushilfe. Da ich durch meine Tätigkeit als Aushilfsspringerin eine sehr schöne Versorgung kennengelernt hatte, entschied ich mich, die freie Position in diesem Team zu übernehmen und intern zu wechseln. Ich bin froh, dass man bei uns in der Firma die Möglichkeit hat, sich intern zu verändern. 

Nun bin ich seit einem Jahr in einem Kinderteam in Treuchtlingen. Dies ist eine reine Nachtversorgung eines vierjährigen, nächtlich beatmeten Jungen. Ebenfalls eine sehr schöne Versorgung mit einem wunderbaren Team um mich herum. Vor ein paar Monaten habe ich hier die Position der Teamleitung übernommen und kümmere mich, neben der Behandlungspflege, wieder um die Teamorganisation. Das Zusammenspiel mit allen Teammitgliedern sowie der Familie funktioniert einwandfrei und macht großen Spaß. Da hier der Stundenumfang geringer ist als bei meiner ersten Patientin, arbeite ich nun zusätzlich drei bis vier Dienste bei zwei jungen Patientinnen in Fürth.  

Da berufliche Weiterbildung in der heutigen Zeit sehr groß geschrieben wird, bietet die GIP verschiedene Fortbildungen an, wie die "Basisqualifikation außerklinische Beatmung" oder den "Pflegeexperten für außerklinische Intensivpflege und Beatmung". Die Basisqualifikation ist ein sehr guter Einstieg in das Thema Beatmung und war somit eine gute Grundlage für meine Arbeit sowie die Weiterbildung zum Pflegeexperten, welche ich im letzten Jahr erfolgreich absolviert habe. Hier konnte ich mein Fachwissen erweitern und festigen. Ein besonderes Plus: Solche Veranstaltungen sind nicht nur für die eigenen Fähigkeiten von Vorteil, man lernt auch viele Kollegen aus den unterschiedlichsten Regionen kennen.

Botschafterin für den Nachwuchs

Eine weitere spannende Tätigkeit, die seit einiger Zeit zu meinem Aufgabenspektrum gehört, sind Besuche in Pflegeschulen. Hier stelle ich die GIP teils mit Fachvorträgen in Alten-, Kinderkranken- und Krankenpflegeschulen vor. Dies ist eine abwechslungsreiche Herausforderung, die mir immer mehr Spaß macht und mir gleichzeitig ermöglicht, eigene Berufserfahrungen an den Pflegenachwuchs weiterzugeben.  

Es ist immer wieder schön zu sehen, wie positiv die Schüler auf unsere Arbeit in der häuslichen Intensivpflege reagieren. Einige der Schüler zählen mittlerweile zu meinen Kollegen in der Region. Das freut mich sehr. 

Man merkt also, Intensivpflege heißt nicht unbedingt schwerkrank oder Schwerstpflege, sondern vor allem INTENSIV pflegen, Zeit haben für den Patienten, mit dem Patienten und in der täglichen Arbeit Möglichkeiten der intensiven Betreuung nutzen. Bei uns ist der Patient eben keine Nummer. 

Ich möchte diese Arbeit nicht mehr aufgeben und freue mich auf weitere spannende Jahre bei der GIP!

Susann Krix, Teamleiterin und Aushilfsspringerin bei der GIP

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