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Training mit den Berlin Raptors

Training mit den Berlin Raptors

Mitte Januar begleitete der Rundfunk Berlin Brandenburg (RBB) im Rahmen der Webdoku „Auf Leben und Tod“ den Berlin Raptors Spieler Oliver Kuckuk bei seiner Arbeit im Unfallkrankenhaus Berlin (UKB). Der Drehtag endete mit dem Training des Rollstuhlrugby-Teams in der Sporthalle des UKB. Als Zuschauerin und spätere Mitspielerin war ich ganz nah mit dabei.

Training mit den Berlin Raptors. Foto: GIP Team
Training mit den Berlin Raptors. Foto: GIP Team

Einmal mit den Berlin Raptors Rollstuhlrugby spielen – das hatte ich mir schon oft vorgestellt. Aber ich hatte Berührungsängste, mich als Läuferin in einen Rollstuhl zu setzen und bei einer Behindertensportart mitzuspielen. Daher beobachtete ich das Training des Berliner Rollstuhlrugbyteams von der Zuschauerbank aus. Jeden Dienstag und Donnerstag trainiert die Mannschaft in der Sporthalle des Unfallkrankenhauses Berlin (UKB).

Filmteam begleitete Training

Dieses Training war für die Mannschaft anders als sonst, da einer aus ihrer Mitte, Oliver Kuckuk, für die zweite Staffel der Webdoku „Auf Leben und Tod“ von einem Fernsehteam des Rundfunk Berlin Brandenburg (RBB) einen Tag bei seiner Arbeit in der Presseabteilung des UKB begleitet wurde. Das Training der Berlin Raptors bildet den Abschluss der Dokumentation und wurde deshalb mitgefilmt.

Das Trainingsspiel war ausgeglichen und alle legten sich mächtig ins Zeug, um zu Punkten oder gut zu verteidigen. Von außen sieht Rollstuhlrugby ziemlich leicht aus. Wie viele Regeln es tatsächlich gibt und wie schweißtreibend dieser Sport eigentlich ist, sollte ich nach Drehschluss erleben. Dann fehlten dem Team nämlich zwei Spieler und so zog ich mir mein Raptors-Trikot an, was ich vor zwei Jahren auf der Weihnachtsfeier geschenkt bekam, und stieg in meinen Trainingsrollstuhl.

Trainingseinheit 1

Training mit den Berlin Raptors. Foto: GIP Team
Training mit den Berlin Raptors. Foto: GIP Team
Training mit den Berlin Raptors. Foto: GIP Team
Training mit den Berlin Raptors. Foto: GIP Team
Training mit den Berlin Raptors. Foto: GIP Team
Training mit den Berlin Raptors. Foto: GIP Team

Mein erstes Spiel

Nachdem ich mich festgegurtet und Handschuhe zum Schutz vor Blessuren beim Zusammenstoß der Rollstühle übergezogen hatte, ging es auch schon los. Wir spielten acht Minuten. Ziel war es, möglichst oft den Ball im gegnerischen Tor zu platzieren. Das war gar nicht so leicht, weil ich wesentlich langsamer unterwegs war, als ich mir das vorgestellt hatte. So einen Trainingsrollstuhl zu bewegen, war schwerer als es aussah. Ich konnte zwar nach einer Weile mit der „Lenkung“ umgehen, bewegte mich aber ansonsten eher schneckengleich vorwärts.

Für die Spielzüge sind ein gutes Zuspiel des Balles sowie das Blocken der gegnerischen Mitspieler sehr wichtig. Zur Verteidigung gibt es spezielle Rollstühle mit einer „Haltevorrichtung“. Mir fehlten leider Technik und Kraft, um mich aus diesen „Umklammerungen“ zu lösen. Ich schenkte der gegnerischen Mannschaft zudem diverse Punkte, weil ich mich mit den vielen Regeln nicht auskannte und so beispielsweise zu lange Zeit im Fünf-Meter-Raum verbrachte.

Trainingseinheit 2

Training mit den Berlin Raptors. Foto: GIP Team
Training mit den Berlin Raptors. Foto: GIP Team
Training mit den Berlin Raptors. Foto: GIP Team

Neuer Blickwinkel

Insgesamt spielten wir zwei Spiele mit je acht Minuten. Auf dem Feld ist der Blick ein anderer als von der Bank. Ich hatte zum Beispiel Schwierigkeiten, den Ball vom Boden hoch zu holen, da ich festgeschnallt war. Die Berlin Raptors nutzten dafür die Rollbewegung ihres Rollstuhls. Sie drücken den Ball gegen die metallische Außenseite der Räder und drehen sich den Ball so nach oben. Die Bewegungen waren allgemein sehr geschmeidig. Wie sie den Ball nach einem Pass annahmen und über den Arm runter zu den Fingern gleiten ließen, sah schon sehr gekonnt aus.      

Am Ende war ich verschwitzt und glücklich. Meine Mitspieler gaben mir die vielversprechenden Worte mit auf den Weg: „Morgen wirst du Muskelkater an Stellen deines Körpers haben, die du bis dahin noch nicht kanntest.“ Sie sollten Recht behalten. Als Läuferin hatte ich die für Rollstuhlrugby relevanten Muskelgruppen bisher nicht wirklich beansprucht. Daher habe ich mich auch Tage später noch an dieses besondere Training erinnert.

 

Bericht von GIP-Mitarbeiterin Stephanie Matthes

Training mit den Berlin Raptors. Foto: GIP Team
Training mit den Berlin Raptors. Foto: GIP Team

Medien-Hinweis und Spieltermine

Die zweite Staffel der Webdoku „Auf Leben und Tod“ läuft ab 08. April 2015 auf: www.rbb-online.de

Die nächsten Spieltermine der Berlin Raptors im Überblick:

  • 13.03.-15.03.2015 Donnersmarck Cup in Rheinsberg
  • 18.04.-19.04.2015 REGIONALLIGA Nord/Ost in Erfurt
  • 25.04.-26.04.2015 1. BUNDESLIGA in München

 

 

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