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10.12.2014

Änderungen in der Pflege 2015 - das Pflegestärkungsgesetz

Am 1. Januar 2015 tritt das erste Pflegestärkungsgesetz in Kraft. Es soll die pflegerische Versorgung in Deutschland deutlich verbessern. Dazu werden die Leistungen für Pflegebedürftige und Angehörige im Umfang von 2,4 Milliarden Euro ausgeweitet. Gleichzeitig soll die Zahl der Betreuungskräfte in stationären Pflegeeinrichtungen erhöht werden.

Im Einzelnen kommen mit dem ersten Pflegestärkungsgesetz unter anderem folgende Neuerungen auf Sie zu:

  • Die meisten Leistungssätze werden pauschal um 4 Prozent steigen.
  • Leistungen von Verhinderungs- und Kurzzeitpflege sollen in Zukunft besser miteinander kombiniert werden können.
  • Das Angebot an niedrigschwelligen Betreuungs- und Entlastungsangeboten soll gestärkt werden.
  • Leistungen für Tages- und Nachtpflege sollen ausgebaut werden.
  • Der Zuschuss zu Wohnumfeldanpassungen für pflegebedürftige Menschen wird von bisher 2.557 Euro auf 4.000 Euro pro Maßnahme erhöht - bei Wohngemeinschaften mit mehreren pflegebedürftigen Menschen auf 16.000 Euro pro Maßnahme.
  • Der monatliche Zuschuss der Pflegeversicherung zu Pflegehilfsmitteln wird angehoben.
  • Bei stationären Einrichtungen soll das Verhältnis von Betreuungskräften zu Bewohnern deutlich verbessert werden.
  • Es soll ein Pflegevorsorgefonds geschaffen werden. Dieser soll ab 2035 die Beiträge zur Pflegeversicherung stabil halten.

Vorsorgen für die Zukunft

Durch das erste Pflegestärkungsgesetz soll die Inanspruchnahme der Pflegeleistungen zugleich deutlich entbürokratisiert und vereinfacht werden. Nach dem ersten soll – so die Planung – ein zweites Pflegestärkungsgesetz folgen, mit dem ein neuer Pflegebedürftigkeitsbegriff und eine neues Verfahren zur Pflegebegutachtung eingeführt werden soll.

Mit den beiden Pflegestärkungsgesetzen will die Bundesregierung umsetzen, was Experten aus Wissenschaft, Politik und Pflegepraxis schon seit längerer Zeit empfehlen. Bundesgesundheitsminister Herman Gröhe ist optimistisch: "Mit den Pflegestärkungsgesetzen verbessern wir den Pflegealltag in unserem Land durch bessere Leistungen und Vorsorge für die Zukunft. Das stärkt den Zusammenhalt. Und darauf kommt es an." Bernd Meurer, Präsident des Bundesverbands privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa), begrüßt die vorgesehenen Leistungssteigerungen: „Das Gesetz hilft den Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen, die Pflege zu Hause besser zu organisieren. Gleichermaßen erhöht sich die Lebensqualität der Bewohner von Pflegeheimen, während die Pflegefachkräfte entlastet werden.“

 

Kritik am neuen Pflegestärkungsgesetz kommt von den Sozialverbänden. So zeigte der Sozialverband VdK wenig Verständnis für den geplanten Pflegevorsorgefonds. VdK-Präsidentin Ulrike Maschner: „Das Geld benötigen wir für die Umsetzung des ganzheitlichen Pflegebedürftigkeitsbegriffs, und zwar sofort." Und auch sonst sieht Maschner das Gesetz eher kritisch: „Das Pflegestärkungsgesetz bringt nur kleine Verbesserungen. Für die 1,5 Millionen Demenzkranken und ihre pflegenden Angehörigen ist immer noch keine wirkliche Entlastung in Sicht.“

Parallel zum Start des ersten Pflegestärkungsgesetzes steigen die Beiträge zur Pflegeversicherung ab Januar 2015 um 0,3 Prozentpunkte. Anfang 2017 soll eine weitere Anhebung der Beiträge um 0,2 Prozentpunkte folgen. 

Mehr Informationen

  • Mehr Informationen zum Thema Pflegestärkungsgesetze finden Sie unter: www.bmg.bund.de
  • Die Pflegestärkungsgesetze einfach erklärt finden Sie auf YouTube: www.youtube.com

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