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04.05.2015

Der 5. Mai ist Welthändehygienetag

Der 5. Mai ist Welthändehygienetag

Ein wichtiges Mittel ist strenge Händehygiene. Foto: fotolia.de
Ein wichtiges Mittel ist strenge Händehygiene. Foto: fotolia.de

Den 5. Mai hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zum Welthändehygienetag ausgerufen. Das Datum 5.5. ist bewusst gewählt und steht symbolisch für die zweimal fünf Finger des Menschen.

Laut WHO werden bis zu 80 Prozent aller Infektionskrankheiten über die Hände übertragen. Gründliches und regelmäßiges Händewaschen schützt somit vor der Verbreitung von Infektionskrankheiten. „Wer regelmäßig die Hände wäscht, senkt deutlich das Risiko, sich zu infizieren und an Grippe, Magen-Darm-Infekten oder anderen übertragbaren Infektionen zu erkranken“, sagt Dr. Heidrun Thaiss, Leiterin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).

 

Das Robert Koch Institut (RKI) gibt anlässlich des Internationalen Tages der Händehygiene in einem Epidemiologischen Bulletin (4. Mai 2015/Nr. 18) wichtige Hinweise zum Thema Händehygiene mit einem Schwerpunkt auf die Hautverträglichkeit von Händehygienemaßnahmen, den Hautschutz und die Hautpflege bei der Händehygiene. Denn die Gesundheit und Intaktheit der Haut an den Händen habe sowohl für Pflegekräfte und medizinisches Personal als auch für Patienten eine hohe Bedeutung. Geschädigte Haut lasse sich nur schwer oder gar nicht mehr desinfizieren.

  • Das RKI weist darauf hin, dass die Händewaschung nicht als Standardmaßnahme der Infektionsprävention geeignet sei, da sie den Hautschutz stört und die Wirkung von anschließend aufgetragenen Händedesinfektionsmitteln einschränkt.
  • Die Händedesinfektion ist im Vergleich zur Händewaschung besser verträglich, obwohl auch sie den Hautschutz stört. Im Gegensatz zur Händewaschung komme es aber bei der üblichen Einreibemethode nicht zur Entfettung der Haut. Das irritative Potenzial der bei Händedesinfektionsmitteln eingesetzten Alkohole sei zudem gering und mit dem vom Wasser vergleichbar.
  • Auch flüssigkeitsdichte Handschuhe stellen ein Risiko für den Hautschutz dar. Sie sind, so das RKI, einerseits eine mechanische Barriere für Verschmutzungen und Infektionserreger, aber andererseits auch eine Dampfsperre. Im Handschuh bildet sich ein Feuchtklima, das die Haut schädige. Um die Hautbelastung durch Handschuhe zu reduzieren, empfiehlt das RKI, unnötig langes Handschuhtragen zu vermeiden und Unterziehhandschuhe aus aufsaugenden Materialien wie Baumwolle zu verwenden. Für die Tragedauer von Einmalhandschuhen sind 15 Minuten ein guter Richtwert.
  • Das RKI weist darauf hin, dass aus Perspektive des Hautschutzes bestimmte Abfolgen bzw. Kombinationen von Händewaschung, Händedesinfektion und Schutzhandschuhen besonders schädlich sind. Dazu gehört die oft praktizierte flüchtige Händedesinfektion mit anschließender Händewaschung. Kaum besser sei die Abfolge erst waschen, dann desinfizieren. Kritisch sei zudem ausschließliches Waschen bei Verzicht auf die Desinfektion aufgrund von Vorschäden der Haut.


Das komplette Epidemiologische Bulletin können Sie als PDF downloaden unter: www.rki.de.

Auch in der außerklinischen Intensivpflege hat richtige Händehygiene eine wichtige Schutzfunktion für Patienten sowie Pflegekräfte und das auch beim Schutz vor sogenannten Krankenhauskeimen. Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie hier.

 

Umfangreiche Hinweise zu Erregern, Übertragungswegen und Schutzmöglichkeiten bei vielen Infektionskrankheiten finden Sie online unter: www.infektionsschutz.de. Ein Informationsangebot der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

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