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29.04.2015

Berlin Raptors krallen sich den Meistertitel

Die GIP gratuliert den Berlin Raptors, dem Deutsche Meister im Rollstuhlrugby 2015.

Nach acht Jahren gewinnen die Berliner erneut die Deutsche Meisterschaft im Rollstuhlrugby. Souverän siegen sie an zwei Spieltagen in allen sechs Spielen und sichern sich damit den Pokal vor dem Überraschungszweiten aus Greifswald. Die gute Teamstimmung, eine ausgefeilte Taktik und ein gelungenes Zusammenspiel waren die Erfolgsfaktoren für den wohlverdienten Titelgewinn.    

Am 26 April ist es vollbracht. Die Berlin Raptors sind Deutscher Meister und nehmen stolz den Pokal als bestes Team der Liga in München entgegen. „Das ist die beste Raptorsmannschaft, die es je gab. Es hat so einen Spaß gemacht, mit euch zu spielen Jungs“, freut sich Nationalspieler Andrej Leonhard als er den Pokal in Händen hält. Neben Andrej konnte das Team noch Jens Sauerbier und Thomas Schuwje aus dem nationalen Kader sowie Dirk Michelus aus der Junioren-Nationalmannschaft für sich gewinnen und war zusammen mit den restlichen Spielern bestens aufgestellt.

Viele Erfolgsfaktoren

Team und Trainer sind sich einig, dass in dieser Saison einfach alles optimal zusammengepasst hat. Die Harmonie der Mannschaft, die Erfahrungen des letzten Jahres und das daraus resultierende gute Zusammenspiel seien genauso wichtig für den Erfolg gewesen wie ein optimaler Trainingsstand, das Selbstvertrauen und die Unterstützung der Betreuer, resümiert Trainer Michael Fiddeke.

„Auch taktisch waren wir sehr gut eingestellt“, ergänzt Dirk Michelus. „Das Spiel gegen die starken Munich Rugbears konnten wir beispielsweise für uns entscheiden, weil wir in den ersten acht Minuten alle vier Timeouts genommen haben. Die Münchner haben uns besonders in der Anfangsphase stark unter Druck gesetzt und wir hätten wertvolle Punkte verloren. Durch die Spielunterbrechungen konnten wir sie aus dem Spiel bringen und uns für ihre Angriffe neu positionieren“, beschreibt er die taktische Meisterleitung gegen den Vorjahressieger.

Familiäre Atmosphäre

Nicht nur die Berlin Raptors hatten Spaß, auch die anderen drei Teams aus München, Greifswald und Koblenz sorgten für gute Stimmung auf und neben dem Spielfeld. Da sich die Spieler kennen und teilweise in der Nationalmannschaft zusammenspielen, war die Atmosphäre familiär.  „Gegner sind Freunde. Uns verbindet die Liebe zum Sport und das soziale Miteinander. Wir unterstützen uns gegenseitig und wenn es nur darum geht, sich darüber auszutauschen, wie man die Socken am besten ohne Gefühl in den Fingern anzieht“, berichtet Raptorsspieler Thomas. Schließlich sei Rollstuhlrugby die einzige Mannschaftssportart bei der auch Tetraplegiker mitspielen können. Das verbindet.

Auf dem Spielfeld ging es trotz aller Sympathie hart zur Sache. Die Teams schenkten sich nichts und so mussten oft Rollstühle nach Zusammenstößen repariert werden. Die Spiele waren schnell, dynamisch und spannend. Viele Spielerwechsel erforderten Konzentration und eine gute Abstimmung von Spielern, Trainern und Betreuerstab. Die Berlin Raptors haben diese Balance in der Saison 2014/15 am besten hinbekommen und dominierten beide Spieltage in Berlin und München.

Nach dem Abpfiff wurden sie dafür nicht nur mit dem Meisterpokal belohnt, sondern auch von GIP und agivia mit extra angefertigten Meister T-Shirts überrascht. „Wir wollten uns damit bei den Berlin Raptors für eine erstklassige Saison bedanken“, erklärt GIP Geschäftsführer Marcus Carrasco-Thiatmar stolz. Er freue sich schon auf die nächste Saison und vorher auf eine zünftige Meisterfeier.

Highlights der Titelkämpfe

Alle Daten zur Meisterschaft auf einen Blick

Aktueller Spielstand 1. Bundesliga 2014/15

Team Spiele Siege Niederlagen Tore Punkte
Berlin Raptors 6 6 0 +21 12
Greifswalder Rollmöpse 7 5 2 +23 12
München Rugbears 7 4 3 +13 11
Koblenz Speedos 6 4 2 -2 10

Samstag, der 25.04.2015

Uhrzeit Teams Tore Punkte
11:00 - 12:30 München Rugbears - Berlin Raptors 47 : 52 1 : 2
15:00 - 16:30 Berlin Raptors - Greifswalder Rollmöpse 53 : 45 2 : 1

Sonntag, der 26.04.2015

Uhrzeit Teams Tore Punkte
10:00 - 11:30 Koblenz Speedos - Berlin Raptors 45 : 50 1 : 2

Nach dem Spiel: Interview mit Berlin Raptors-Trainer Michael Fiddeke

GIP: Warum hat es dieses Jahr mit der Meisterschaft geklappt? Was waren die entscheidenden  Faktoren?

Michael Fiddeke: Die Mannschaft ist insgesamt stärker zusammengewachsen, woraus ein sehr gutes Zusammenspiel resultierte. Der Trainingsstand von einzelnen Spielern, wie z. B. Dirk Michelus verbesserte sich mit den zusätzlichen Trainingseinheiten in der Junioren-Nationalmannschaft sowie durch die über die Saison stattgefundenen Freundschaftsspiele.
Drei Spieler der Nationalmannschaft konnten sich vor kurzem in der Champions League einspielen.  Auch im Teamtraining in Berlin wurden Taktik und Konditionstraining verstärkt geübt. Ausschlaggebend aber waren vor allem die Harmonie im Team, das Selbstvertrauen und der Ehrgeiz, den Meistertitel nach Berlin zu holen.


Wie geht’s Dir als Trainer mit diesem Ergebnis?

Ich bin äußerst zufrieden und stolz auf die Mannschaft. Mein Dank gilt auch den Betreuern sowie den Helfern von agivia, die sehr gute Arbeit geleistet haben. So konnten wir in Ruhe zu unserem Spiel finden. Nach jahrelanger Durststrecke fühlt es sich sehr gut an, nach 2007 den Meistertitel wieder mit nach Hause zu nehmen. Zumal wir ja letztes Jahr sehr nahe dran waren. Außerdem fällt eine Last ab, da es ja auch darum geht, eine gewisse Erwartungshaltung der Sponsoren zu erfüllen.

Was wünschst Du dem Team für die nächste Saison?   

Ich wünsche uns als Team, dass wir weiter an die Leistung anknüpfen können und den Titel in der nächsten Saison verteidigen können. Und ich wünsche mir, dass wir wieder mehr neue Nachwuchsspieler für das Team gewinnen können.

Insgesamt möchte ich mich noch einmal bei allen Betreuern, Helfern und den Sponsoren bedanken, die neben der Leistung der Spieler durch ihre Unterstützung, auch dazu beigetragen haben, den Meistertitel zu erringen.


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