20 Jahre Berlin Raptors

Spektakulärer Rollstuhlsport aus dem UKB Marzahn

Blessuren, Schrammen, Kratzer: Seit nunmehr 20 Jahren sorgen die Berlin Raptors für großes Spektakel im Rollstuhl-Rugby. Am 02.06.2018 gibt es daher ein großes Jubiläumsturnier.

Rollstuhl-Rugby ist nichts für zarte Gemüter. Nicht umsonst wird dieser Sport auch Murderball (deutsch: Mordball) genannt. Die Berlin Raptors spielen eben dieses Rollstuhl-Rugby seit 20 Jahren und das ziemlich erfolgreich. National gehören sie seit Jahren zu den etablierten Mannschaften in der 1. und 2. Bundesliga sowie in der Regionalliga. Aber nicht nur das, auch international waren die Raptors schon bei vielen wichtigen Turnieren dabei. Die Pokale und Trophäen stapeln sich mittlerweile und werden von der Mannschaft stolz im UKB Mahrzahn ausgestellt.  

 

Erfolgreicher Aufbau einer Mannschaft

Alles begann durch eine Initiative eines Rehatechnik-Unternehmens. Anschließend wurde mit 11 Spielern in der Sporthalle des Unfallkrankenhaus Berlin-Marzahn (UKB) zusammen mit dem Chefarzt der Querschnittabteilung, Dr. Andreas Niedeggen, der 1. Vorsitzenden vom Fachbereich Rollstuhl-Rugby, Andrea Dudziak und dem Sporttherapeuten Bodo Heinemann die Berlin Raptors aus der Taufe gehoben. Nachdem die anfängliche Trainerfrage geklärt wurde, ein Sponsor gefunden und die Trainingshalle stand, ging es nur noch darum, mehr Spieler für die Mannschaft zu gewinnen. Als dies geklappt hatte, konnten die Initiatoren auch Rugby-Rollstühle auftreiben, die es am Anfang eigentlich noch nicht gab. So wurden Basketball-Rollstühle umgeschweißt, um den Anforderungen des Rollstuhl-Rugby standzuhalten. Auch kamen Spenden von Herstellern und ausgediente Rugbyrollstühle von verschiedenen Rugby-Vereinen.  

 

Das erste große Turnier

Nun fehlte nur noch ein passender Name. Zur Auswahl standen damals "Berlin-Brandenburg Rolling Rocks", "Berlin Raptors" oder "Roter Stern Marzahn". Das erste große Turnier war das internationale Bernd-Best-Turnier 1999. Seit 1999 treffen sich Jahr für Jahr über 40 Mannschaften aus 15 Nationen. Hinzu kommen mehr als 300 Helferinnen und Helfer, die für einen reibungslosen Ablauf dieser Großsportveranstaltung sorgen. Zwar kehrten die Raptors als Schlusslicht vom Turnier zurück, jedoch hatten alle einen Riesenspaß und die Leidenschaft wurde noch mehr entfacht.  

Seit der Gründung ist die Mannschaft mit Ab- und Zugängen inzwischen auf 17 Spieler angewachsen. Wer sich die Mannschaftsmitglieder aber nun nur als ruppige Kerle vorstellt, der irrt sich. Bei den Raptors spielen auch Frauen im Team. Seit der Gründung wurden insgesamt 876 Punkte, 43 Siege und 2 nationale Titel eingefahren.  

 

Feierlichkeiten zum Jubiläum

Vom 02.06.2018  bis 03.06.2018 veranstalten die Raptors ein großes Jubiläumsturnier mit Mannschaften aus ganz Deutschland. Mit dabei sind unter anderem die Dragons Freiburg, Greifswalder Rollmöpse, Avalon Extreme und die Four Kings. Das Turnier ist öffentlich und findet in der Friedenstraße 1, 12555 Berlin statt. Die GIP sponsert die Raptors bereits seit 2010. Die Entscheidung fiel uns leicht, da das Engagement der Sportlerinnen und Sportler uns schnell überzeugt hat. Bei jedem Spiel beweist das Team der Raptors eindrucksvoll, was Menschen mit Handicap alles leisten können. 

Entstehung des Rollstuhl-Rugby

Rollstuhl-Rugby wurde in den späten 1970ern in Kanada entwickelt. Es ist eine Mischung aus Rugby und Volleyball. In Kanada wurde es zunächst "Murderball" genannt. In den USA nannte man es "Quad-Rugby". In den späten 1980ern wurde die Sportart außerhalb von den Vereinigten Staaten offiziell in „Rollstuhl-Rugby“ umbenannt. Mittlerweile ist dieser Sport eine paralympische Sportart. Durch diese Sportart wird den Rollstuhlfahrern die Möglichkeit gegeben, vollwertig in einem Teamsport integriert zu sein. Rollstuhl-Rugby ist eine Mannschaftssportart für Menschen, die an mindestens drei Gliedmaßen eingeschränkt sind. 

Das Spiel

Jede Mannschaft versucht so viele Tore wie möglich zu erzielen, um das Spiel zu gewinnen. Gespielt wird mit einem Volleyball auf einem offiziell anerkannten Basketballfeld. 4 Spieler pro Mannschaft. Die Tore werden durch eine 8 m lange Linie, in der Mitte der Endlinie, auf jeder Seite markiert. Davor befindet sich der sogenannte "Key" - ein 1,75 m tiefer Torraum. Ein Tor wird dann gezählt, wenn ein Spieler in Ballbesitz die Torlinie mit zwei Rädern überfährt oder zumindest berührt. Auch hier gibt es, wie in jeder Sportart, Regeln. Die wichtigste ist, dass kein Körperkontakt erlaubt ist. Aber der Einsatz mit dem speziellen Rugbystuhl ist erwünscht.

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