Einblicke in die Arbeitswelt

Klick, klick, hurra – Praxis ganz nah

GIP-Patient Michael schnupperte beim Schülerpraktikum zum ersten Mal den Duft der Arbeitswelt. Die wichtige Erfahrung beschreibt er in seinem Bericht.

Mein Name ist Michael, ich bin 17 Jahre alt und besuche die 10. Klasse einer Realschule. Regelmäßig berichte ich im GIP-Magazin über meine Erlebnisse (vgl. Ausgabe Sommer 2009 und Herbst 2013).

Heute möchte ich gern etwas über mein einwöchiges Praktikum erzählen, das ich im September 2014 von der Schule aus absolvieren musste. Ich hatte mich bei der Firma EMP (Exclusive Merchandising Products) in Lingen beworben und dort eine Zusage für eine Schnupperwoche bekommen.

IT ist meine Leidenschaft

Das Unternehmen EMP ist ein Versandhandel für Merchandising Artikel von diversen Rockbands, u. a. CDs, T-Shirts, Tassen, Hosen und Filme. Die Firma ist weltweit aktiv und es arbeiten 370 Mitarbeiter dort.

Ich war in der IT-/ITK-Abteilung an der Seite von Informatikern tätig, hatte also viel mit Hard-/Software und Telekommunikation zu tun, weil mich das besonders interessiert. Jeden Tag war ich vier Stunden, von 10 bis 14 Uhr, vor Ort und wurde von meinem GIP-Team begleitet.

Ein erstes Beschnuppern

Der erste Tag begann mit einer Führung durch die komplette Anlage. Der Behindertenbeauftragte Christoph zeigte mir alles. Es gibt zwei Gebäude. Das eine ist größtenteils ein Lager, wo auch die Pakete eingepackt und versendet werden. In dem anderen Gebäude befinden sich hauptsächlich Büros, darunter auch das der IT-Kommunikation.

Nach der Führung erklärte mir Stefan noch etwas über Storage- und Systemadministration bzw. IP-Adressen. Anschließend durfte ich einen Blick in den gekühlten Serverraum werfen. Das beeindruckte mich sehr. Die Zeit verging wie im Flug und schon war mein erster Praktikumstag bei EMP vorbei.

 

Test bestanden

Am nächsten Tag erklärte Martin mir die Datenbanken und SQL, was so etwas wie eine Programmiersprache ist. Anschließend war ich noch bei einem Azubi namens Thomas. Der beschrieb mir den Ablauf der Ausbildung und die Voraussetzungen für den Beruf. Außerdem zeigte er mir einen Rechner, dessen Monitor nicht funktionierte. Ich sollte ihm sagen, woran das liegen könnte. Eine Leichtigkeit für mich. Natürlich lag das an der Grafikkarte. Test bestanden! Nach diesem Spektakel war dann auch schon wieder der zweite Praktikumstag vorbei.

 

Infotainment gelungen

Am dritten Tag kam das Taxi zu spät (was für ein verheißungsvoller Tagesbeginn). Nach meiner Ankunft durfte ich Ewald, einem IT-Qualitätsmanager, über die Schulter sehen. Dieser überprüft die Leistung sowie die Qualität der IT, was gar nicht so einfach ist, denn wie überprüft man die Qualität einer Dienstleistung? Dafür werden Protokolle und Grafiken über die Erfolge und Fehlschläge angelegt. Letztendlich entstehen Jahresbilanzen, woran sich die Erfolge oder eben auch Misserfolge messen lassen. Eine sehr spannende Geschichte, welche um 14 Uhr auch wieder den Feierabend einläutete.

An meinem letzten Praktikumstag zeigte mir Sven etwas über Netzwerk- und Firewall-Administration. Das bedeutet, dass er virtuelle Maschinen erstellt bzw. sie verwaltet. Danach brachte mir Jürgen die tägliche Arbeit eines Messaging- und Systemadministrators näher. Er verwaltet sozusagen die Kommunikation des Hauses und kümmert sich um Telefone oder E-Mail-Konten.

Somit war mein einwöchiges Praktikum bei EMP leider auch schon vorbei. Es hat definitiv Spaß gemacht und ich habe eine Menge gelernt. Vielleicht finde ich mich ja dort in ein paar Jahren wieder, denn wer weiß schon, wo meine Wege mich später noch hinführen werden.

Michael

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