Ein ganz besonderes Schulkind
Alle mögen Jeppe – Ein Patientenbericht aus dem hohen Norden Deutschlands
Zehn Jahre Versorgung durch die GIP Intensivpflege
Jeppe ist zwölf Jahre alt und ein ganz besonderes Schulkind. Unter der Geburt erlebte er eine schwere Asphyxie, also einen lebensbedrohlichen Sauerstoffmangel. Mit den Folgen kämpft er auch heute noch. Gemeinsam mit seinen Eltern und seinem großen Bruder Jonah wohnt Jeppe im Kreis Schleswig-Flensburg, ganz im Norden Deutschlands. Dort besucht er auch eine Schule mit Förderschwerpunkt geistige Entwicklung. Seit über zehn Jahren versorgt und begleitet ihn ein Pflegeteam der GIP in seinem abwechslungsreichen Alltag.
Ein guter Tipp: Die GIP
Den Hinweis auf die GIP als spezialisierten Pflegedienst für außerklinische Kinderintensivpflege erhielten Jeppes Eltern in der Uniklinik Lübeck. Nach einem ersten Gespräch mit der GIP war schnell klar, dass dies die richtige Pflege für Jeppe sein könnte. Die Entscheidung für die GIP fiel kurze Zeit später. Seit nunmehr zehn Jahren übernehmen unsere Pflegefachkräfte daher Jeppes Nachtversorgung im 12-Stunden-Dienst und seit sechs Jahren begleiten sie ihn tagsüber in die Schule. Mittlerweile sind die Pflegekräfte fast zu einem Teil der Familie geworden. Das gegenseitige Verhältnis ist vertrauensvoll und sehr gut. Die vielen gemeinsamen Erlebnisse und sogar gemeinschaftliche Urlaubsreisen schweißen zusätzlich zusammen.
Jeppes Pflegeteam: Astrid, Natalja und Nadine
Zu Jeppes Pflegeteam gehören Teamleiterin Astrid sowie die Pflegefachkräfte Natalja und Nadine. Astrid und Natalja pflegen Jeppe bereits seit über zehn Jahren. Nadine verstärkt seit Oktober 2024 das Team. Jeppe liebt seine Pflegekräfte und vertraut allen sehr.
Im Laufe der Zeit hat sich Jeppes Gesundheitszustand teils verbessert, teils verschlechtert. "Jeppe ist durch und durch ein intensivpflegebedürftiges Kind geblieben", resümieren seine Eltern.
In der Schule: Alle mögen Jeppe
Jeppes Schule liegt nicht gleich um die Ecke. Jeden Tag fährt er mit dem Schulbus hin und zurück. Seine Tagespflegekraft Nadine begleitet ihn. Aktuell besucht Jeppe eine Bildungseinrichtung mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung. Er liebt seine Schule und den Schulalltag. Das Lernen und der Kontakt zu anderen Kindern machen ihn sehr fröhlich.
Jeppes herzliche Fröhlichkeit kommt bei den anderen gut an. Er ist bei den Mitschülern, Lehrern und Erziehern sehr beliebt. Alle mögen ihn. Sie gehen sehr einfühlsam und freundlich mit ihm um. Gleichzeitig sind sie froh darüber, dass er für Notfälle eine erfahrene, medizinische Begleitung hat. Nicht nur aus diesem Grund ist auch Jeppes Eltern ein enger, regelmäßiger Kontakt zur Schule wichtig. Per Telefon, über die Schulbegleitung sowie ein spezielles Buch sind sie im ständigen Austausch mit der Schule und den Pädagogen. Jeppe verfügt darüber hinaus über einen Talker für die Kommunikation mit anderen.
Seine Klasse besteht aus zehn Kindern. Einige Unterrichtsstunden hat Jeppe gemeinsam mit seinen Mitschülern, sonst wird er nach einem individuellen Stundenplan vor allem in den Bereichen Wahrnehmung und unterstützte Kommunikation gefördert. Den Unterricht und die Förderung gestalten ein Sonderschulpädagoge, ein Erzieher, ein Referendar sowie eine Erzieherin mit einem speziell ausgebildeten Therapiehund, die wöchentlich für ein paar Stunden in die Schule kommt. Jeppe ist das einzige Kind in seiner Klasse mit einer persönlichen Begleitung.
Seine Schule legt großen Wert auf die individuelle Förderung der Kinder. Jedes nach seinem persönlichen Entwicklungsstand. Dabei spielt auch Bewegung eine wichtige Rolle. Jeppe nimmt daher zusammen mit allen anderen Kindern am Sportunterricht teil. Ergänzend zur schulischen Förderung besucht er zweimal in der Woche eine Physiotherapie.
Während des trubeligen Schulalltags übernimmt Pflegekraft Nadine zuverlässig und ruhig Jeppes Pflege. Sie ist stets an seiner Seite, achtet auf seine Bedürfnisse und dient manchmal auch als sein Sprachrohr. So konnte sie im von der Schule angebotenen Wahrnehmungskurs bereits spezielle Förderungen für ihn durchsetzen. Jeppe freut sich über Nadines stete Zuwendung sowie Aufmerksamkeit und sucht gezielt danach. Auch beim Pädagogen-Team sowie bei Jeppes Klassenkameraden kommt die sympathische Pflegekraft gut an. Mittlerweile ist sie voll in das bunte Klassengeschehen integriert.
Heavy Metal statt Spieluhren
Nach der Schule geht es mit dem Schulbus zurück in das ländlich gelegene Zuhause seiner Familie. Jeppe freut sich auf das Wiedersehen mit seinen Eltern und die gemeinsame Zeit mit seinem großen Bruder Jonah.
Daheim entspannt sich Jeppe gern erst einmal bei Musik der Metal Band „Volbeat“ oder bei lustigen Hörgeschichten von Benjamin Blümchen oder Kira Kolumna. Anschließend spielt er mit Jonah, beschäftigt sich mit seiner Trommel oder seiner geliebten Rettungsdecke. Eine ausgeprägte Abneigung hat er allerdings gegen klimpernde Spieluhren.
An den Nachmittagen oder am Wochenende sind Jeppe, sein großer Bruder und seine Eltern häufig mit der Familie und Freunden zusammen. Jeppe ist immer mittendrin. Dieses vorurteilsfreie Miteinander begeistert seine Eltern: "Alle Kinder aus unserem Freundeskreis empfinden es als ganz normal, ein Kind im Rolli dabeizuhaben."
Viele besondere Momente mit dem GIP-Pflegeteam
Gern erinnern sich Jeppes Eltern an die vielen besonderen Momente, die sie gemeinsam mit dem GIP-Pflegeteam in den letzten zehn Jahren erlebt haben. Besondere Höhepunkte waren das große Sommerfest der GIP in Berlin sowie die Familienurlaube in Begleitung einer Pflegekraft. Dank des guten Zusammenspiels konnten sie auch kritische Situationen wie Jeppes heftige Anfälle oder die Versorgung nach schwierigen Klinikaufenthalten erfolgreich meistern.
Ein Blick in die Zukunft
Für Jeppes Zukunft wünschen sich seine Eltern am meisten, dass er weiterhin glücklich und zufrieden in seiner eigenen, kleinen Welt leben kann. In diesem Kontext spielen auch die GIP-Pflegekräfte für sie eine wichtige Rolle: "Wir sind außerordentlich glücklich und dankbar über unsere Pflegekräfte. Sie gehören zur Familie. Es ist ein stetes Miteinander, das wir sehr zu schätzen wissen. Jeppe braucht neben uns verlässliche Pflegekräfte, die ihn begleiten. Wir sind so dankbar dafür, diese lieben Menschen an seiner Seite zu wissen."
Ein guter Rat zum Schluss
Allen Müttern und Vätern mit einem besonderen Kind, geben Jeppes Eltern den Tipp, offen dafür zu sein, Hilfe anzunehmen. Denn niemand schaffe die Pflege eines schwerkranken oder schwerbehinderten Kindes allein.
Wir danken Jeppe und seinen Eltern für die besonderen Einblicke in den anspruchsvollen Alltag mit einem intensivpflegebedürftigen Kind. Wir danken darüber hinaus Teamleiterin Astrid und dem gesamten Pflegeteam für die großartige, langjährige Zusammenarbeit sowie die engagierte Pflege und Alltagsbegleitung.