Spielen und toben trotz Herzfehler

Am liebsten spielt er Fangen: Joshua im Spielparadies

Der vierjährige Joshua zeigt uns, dass rumtoben auch mit Intensivpflege funktioniert.

Riesenspaß auf dem Riesenspielplatz

Fasziniert betrachtet Joshua die Lichter der Diskokugel, während er mit seiner Mama Ayla übers Parkett düst. Er sitzt zum ersten Mal in einem Autoscooter und bestaunt die tanzenden Lichter.

"Joshua liebt Bälle und tanzt sehr gerne. Mit seinem Charme wickelt er uns alle um den Finger." sagt GIP-Pflegerin Jasmin.

Unbeschwertes Rumtoben

Im Spieleparadies „Kids Party Games“ ist „Schnotti“ (Joshuas Spitzname) vier Stunden lang gerutscht, auf Luftkissen herum gesprungen und mit seinen Eltern in Gummireifen um die Wette geschlittert. Er hat mit GIP-Pflegerin Jasmin Türme aus Riesenbausteinen gestapelt, um sie dann mit einer Riesenfreude wieder umzuwerfen.

Alle hatten Spaß und konnten unbeschwert die Zeit auf dem Riesenspielplatz genießen. „Am liebsten macht ‚Schnotti‘ Blödsinn, packt Katheter aus oder jagt uns durch die Wohnung. Deshalb ist das für ihn hier der perfekte Ort zum Toben“, erzählt Papa Gary.

Joshua wurde vor vier Jahren mit einem Hypoplastischen Linksherzsyndrom (verkümmerte linke Herzkammer) geboren. Nach neun Monaten Krankenhausaufenthalt übernahm die GIP 2011 seine intensivmedizinische Pflege (vgl. Heft 03/2012).

 

Bald schon nicht mehr intensivpflichtig

Durch zahlreiche Operationen konnte Joshuas Herzfehler soweit behoben werden, dass die Sauerstoffsättigung im Blut wieder ausreichend ist. Nach dem letzten Eingriff im April 2014 legte der Vierjährige nochmal einen großen Entwicklungssprung hin. Seine Motorik hat sich verbessert, er ist konzentrierter und fitter. "Wir sind gespannt auf die Inklusionskita, die Joshi hoffentlich bald besuchen wird. Bisher konnte er mit anderen Kindern noch nicht so viel anfangen." sagt Mutter Ayla, 2.

Nun müssen aber noch das Tracheostoma entfernt und die Stimmlippen operiert werden. Joshuas Leben wird danach ohne Intensivpflege weitergehen und auch wenn seine Pflegerinnen sich freuen, dass für ihren kleinen Patienten eine neue Lebensphase beginnt, so werden sie ihn trotzdem sehr vermissen.

 

 

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