PDL in der Intensivpflege

Mehr als nur ein Job

Wir gratulieren zum Jubiläum und sagen DANKE ANKE!

Wenn Anke etwas anpackt, dann mit Herzblut und Leidenschaft. So hat sie in den vergangenen Jahren nicht nur konsequent ihre Ernährung umgestellt und so rund 40 Kilo verloren, sondern legt sich auch für ihre Teams mächtig ins Zeug. "Mitarbeiter, Patienten und Angehörige können mich jederzeit anrufen, auch, wenn mein Privatleben darunter möglichweise leidet. Ich muss allerdings auf meine Balance achten, um mich nicht zu sehr zu verausgaben", sagt die 44-Jährige, die einen hohen Anspruch an ihre Arbeit hat. Zwei bis drei Patientenversorgungen versucht Anke täglich zu besuchen, um nach dem Rechten zu sehen, die Qualität der Pflege zu überprüfen, Hinweise zu geben oder einfach, um sich mit den Teams auszutauschen. "Viele brauchen oft einfach nur ein offenes Ohr, jemanden der zuhört und sich kümmert", weiß die langjährige Pflegedienstleitung.

Der Anfang war seltsam

 

Anke war im Sommer 2007 das erste Mal mit häuslicher Intensivpflege in Berührung gekommen. Damals war sie als Mutter von drei Kindern von ihrem stressigen Job als OP-Schwester in eine 1:1-Versorgung der GIP gewechselt, die im Nachbarort Teamverstärkung gesucht hatte. Die ersten vier Wochen waren seltsam für sie so entspannt. Die Ehefrau ihres Patienten sagte immer zu ihr: "Schön ruhig Anke, wir sind hier zu Hause. Keinen Stress bitte." Viel gelernt habe sie damals vor allem über das Zuhören, den richtigen Umgang mit Angehörigen, die individuellen Bedürfnisse von Patienten und die kollegiale Zusammenarbeit im Team.

Zwei Jahre später, am ersten Schultag ih - res Sohnes, verstarb Ankes damaliger Patient Jürgen. Bis heute hält sie regelmäßig am Haus der Familie an und besucht Jürgens Ehefrau. Das macht Anke aus: Ihr sind Menschen nachhaltig wichtig, sie pflegt Beziehungen und schätzt den zwischenmenschlichen Zusammenhalt.

 

Den Zusammenhalt stärken

Die intensive Pflege von Menschen, die Nähe und das Engagement haben für Anke aber auch eine Kehrseite: "Es trifft einen umso härter, wenn ein Patient stirbt." Anke hat dies mehrfach erlebt und entschieden, etwas Abstand zu gewinnen, ohne ihren Job aufzugeben. Sie hat sich weiterentwickelt und widmet sich seitdem ihrer Aufgabe als Pflegedienstleitung. "Ich bin sehr emotional. Distanz ist schwierig für mich in der häuslichen Intensivpflege, auch wenn es mich vielleicht schützen würde. Ich musste mich entscheiden und habe den Weg als Pflegedienstleitung gewählt", erzählt Anke.

 

Anke hat klare Vorstellungen, wie eine opti - male Teambetreuung aussehen muss. Anke will erreichbar sein, präsent sein und wenn es sein muss, vor Ort mit anpacken, um die Qualität in den Versorgungen kontinuierlich zu stärken. Am wichtigsten ist es ihr heute wie damals, den Zusammenhalt im Team zu stärken, denn das Miteinander ist entschei - dend. Es festigt die Mitarbeiterbindung und hebt die Zufriedenheit. "Wir kochen oft ge - meinsam zu den Dienstberatungen oder je - der bringt etwas mit. Wenn es passt, wird gegrillt und ab und zu lade ich meine Teams auch zu mir nach Hause ein", erzählt die be - geisterte Naturliebhaberin, die am liebsten in ihrem Garten buddelt, um zu entspannen. "Wenn der Zusammenhalt im Team stimmt, werden Ausfälle besser kompensiert."

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Mehr Empathie bitte

Wenn Anke die letzten zehn Jahre reflektiert, wird sie wehmütig. Ihre Kinder sind mit "ihren" Patienten groß geworden. Sie waren mit in den Versorgungen und gehen im Alltag ganz natürlich mit dem Thema Behinderung um. Gemeinsame Ausflüge mit den Teams, z.B. zur Querfurter Burg oder Events wie Weihnachtsfeiern hat alle näher zusammengebracht. Es ist harte Arbeit bis ein Team zusammengewachsen ist. Leider verhindert die Fluktuation heute zunehmend diesen Zusammenhalt.

Ich wünsche mir von einigen Pflegekräften manchmal mehr Empathie...

...und Sozialkompetenz

... und Sozialkompetenz. Wir arbeiten ja schließlich mit Menschen", mahnt Anke für ein faires Miteinander.

"Frau Problemlöserin", wie Patientenmama Siegrid aus Leipzig Anke liebevoll nennt, freut sich auf weitere Jahre als Pflegedienstleitung und die Möglichkeit zu haben, den Zusammenhalt in ihren Teams weiter zu stärken. "Ich werde versuchen, mir auch weiterhin Zeit für Gespräche zu nehmen und eine nachhaltige Qualität zu sichern. Denn das ist der Grund, warum ich in die häusliche Intensivpflege gegangen bin." Wir danken Anke für so viel Herzblut und Berufung. Auf das sie ihre Teams noch lange inspirieren wird.

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