Stand Corona-Krise am Gründonnerstag

5. Videobotschaft Marcus Carrasco-Thiatmar zum Umgang mit Covid-19

Nicht zu Ende gedachter Aktionismus und extreme Herausforderungen

Auch am Gründonnerstag meldet sich GIP-Geschäftsführer Marcus Carrasco-Thiatmar mit einer Videobotschaft bei allen GIP-Mitabeiter*innen, um über die aktuelle Lage der GIP Intensivpflege in der Corona-Krise zu informieren und natürlichen allen trotz der aktuellen Umstände ein schönes Osterfest zu wünschen.

Die wichtigsten Punkte der Woche zum Thema Corona-Pandemie zusammengefasst:

 

Zunächst die guten Nachrichten

  • Auch in dieser Woche hat sich kein Patient und keiner unserer Mitarbeiter unserer Kenntnis nach mit dem Corona-Virus infiziert.
  • Das Arbeiten bei und für unsere Patienten verläuft weitestgehend normal.
  • Extreme Herausforderungen, die auf manchen Intensivstationen herrschen mögen, bleiben uns bisher erspart.

 

Appell und Kritik an die Politik

  • Ein erneuter und dringender Appell gilt der Politik, den Gesundheitsämtern und Kostenträgern: Stellen Sie endlich sicher, dass auch im Bereich der außerklinischen Versorgung genügend Schutzmaterial zur Verfügung steht! Dies gilt für die außerklinische Intensivpflege, aber auch für Pflegeheime usw.
  • Auch hat die Politik es versäumt, einheitliche Regelungen im Umgang mit Patienten in ambulant betreuten Wohngemeinschaften in der Corona-Krise zu schaffen. Das Resultat: Jedes Gesundheitsamt kocht sein eigenes "Süppchen" und macht z.T. Vorgaben, deren Umsetzung es selbst für unmöglich hält. Die unterschiedlichen Regelungen deuten auf einen unüberlegten Aktionismus hin. Statt Kooperation in der Krise heißt es mitunter Konfrontation mit Maßnahmen, die nicht zu Ende gedacht werden.
  • Außerdem überschwemmt man uns mit statistischen Anfragen zu Patienten, Pandemieplänen, Mitarbeitern etc. – typisch deutsch halt. Die Frage, die sich dabei auftut ist, was in der Krise wirklich zählt. Statistik oder Lösungen, wie etwa zu der Frage, wie wir sicherstellen, dass kein Mitarbeiter und Patient sich infiziert und woher die notwendige Schutzkleidung kommt.
  • Kritik an der Politik auch, weil die Hilfsmittel und Schutzmittel für unsere Patienten teilweise nicht nur knapp werden, sondern die Preise für Schutzbekleidung weiterhin astronomisch steigen.

 

Zur Frage der Refinanzierung von Mehrkosten und Prämien in der Corona-Krise

  • Weder Kranken- noch Pflegekassen und auch nicht die Politik, mit Ausnahme der in Bayern, haben bisher erklärt, wie die Mehrkosten der Corona-Krise im außerklinischen Intensivbereich tatsächlich refinanziert werden sollen.
  • Klar ist, das bei den derzeitigen Mehrkostenkosten etwa durch völlig überteuerte Hilfsmittel, etwaige Prämien, die für Mitarbeiter im Raum stehen und denen wir offen gegenüber stehen, diese nicht auch noch von den Unternehmen selbst getragen werden können. Hier ist der Bund oder wie in Bayern das Land gefragt.

 

Bei allen Themen und Herausfordrungen, wünschen wir Euch ein ruhiges Osterfest und eine gute Zeit! Bleibt gesund! Gemeinsam schaffen wir das!

 

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