Stephen Hawking und ALS

Weltberühmter Astrophysiker Stephen Hawking gestorben

Der britische Astrophysiker Stephen Hawking war gerade einmal 21 Jahre jung als Ärzte bei ihm die unheilbare Nervenkrankheit Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) diagnostizierten.

Eine Diagnose die alles veränderte

Nach der Diagnose ALS sei ihm klargeworden, dass er mit seinem Leben noch einiges anfangen könne, berichtete Hawking einst. Und was er damit anfing!

Als der damals 21-jährige Stephen Hawking die Diagnose ALS bekam, gaben ihm die Ärzte noch drei Jahre. Doch das trieb seinen unbändigen wissenschaftlichen Ehrgeiz und seinen Lebenswillen erst so richtig an. Damals sei ihm klargeworden, dass er mit seinem Leben noch einiges anfangen könne. Und was er damit anfing! Heute ist er im Alter von 76 Jahren gestorben.

 

Trotz schwerer Krankheit ein anerkannter Wissenschaftler

Wenn der begnadete Wissenschaftler in seinem Rollstuhl etwas sagte, dann hörte nicht nur die Welt der Wissenschaft zu. Auch wenn Hawking sich jahrzehntelang nur über einen Sprachcomputer mitteilen konnte, hielt ihn das von hochkomplexen Themen nicht ab: Gibt es einen Gott? Ist noch anderes Leben in den Weiten des Universums? Kann die Menschheit auf einen anderen Himmelskörper übersiedeln, wenn die Erde unbewohnbar wird? Was auch immer Hawking dazu meinte, es wurde weltweit viel diskutiert. In Wissenschaftskreisen fand seine Arbeit große Anerkennung. 30 Jahre lang hatte er den berühmten Lucasischen Lehrstuhl für Mathematik an der Universität Cambridge inne – und war damit ein Nachfolger des Genies Isaac Newtons. Zu seinen bedeutendsten Erfolgen gehörte, dass er Anfang der 70er Jahre voraussagte, dass Schwarze Löcher – riesige, extrem massereiche Objekte im Weltall – unter bestimmten Umständen Energie verlieren.

 

Ein Genie auf vielen Gebieten

„Ich bin der Archetypus eines behinderten Genies“, sagte Hawking über sich. „Die Menschen sind fasziniert von dem Gegensatz zwischen meinen extrem eingeschränkten körperlichen Fähigkeiten und den gewaltigen Ausmaßen des Universums, mit dem ich mich beschäftige.“ Weltruhm erlangte er 1988 mit seinem Bestseller „Eine kurze Geschichte der Zeit", in dem er einem nicht-wissenschaftlichen Publikum die Natur des Universums erklärte. In seinen letzten Jahren wurde Stephen Hawking immer mehr zum Mahner: Er warnte vor einem selbst verschuldeten Untergang der Menschheit, etwa durch die Erderwärmung oder künstliche Viren. Auch Maschinen traute er nicht – sie könnten eines Tages klüger werden als ihre Schöpfer. Ein Jenseits hielt Hawking für ausgeschlossen. „Ich sehe das Gehirn als einen Computer an, der aufhört zu arbeiten, wenn seine Einzelteile nicht mehr funktionieren“, sagte er. „Es gibt kein Leben nach dem Tod für kaputte Computer; das ist ein Märchen für Leute, die Angst im Dunkeln haben.“ Stephen Hawkings ungewöhnliches Leben wurde bereits verfilmt: Der Brite Eddie Redmayne verkörperte das Genie in dem Film „Die Entdeckung der Unendlichkeit“ – und bekam dafür vor drei Jahren einen Oscar.

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