15 Jahre bei der GIP

Ein Interview mit GIP - Jubilarin Andrea

Andrea arbeitet seit mittlerweile 15 Jahren bei uns. Sie kann sich keinen anderen Job mehr vorstellen. Anlässlich ihres Jubiläums haben wir sie zu einem Gespräch über Motivation, Tiere bei der Arbeit und ihrer Bindung zu Patienten getroffen.

Es ist Freitag und herrliches Sommerwetter als wir Andrea in Nürnberg treffen. Sie ist mittlerweile seit 15 Jahren bei uns im Unternehmen und feierte vor kurzem ihr Jubiläum.  Zum Pflegeberuf kam sie nach einem Praktikum auf der Intensivstation. Wie die Pflegerinnen- und Pfleger die Würde der Patienten dort gewahrt haben und es auch ethisch umgesetzt haben, hat sie sehr beeindruckt. „Egal ob Wachkoma oder noch ansprechbar – es wurde immer jeder Schritt mit dem Patienten abgesprochen bzw. erklärt was jetzt dort gemacht wird. Das war wirklich schön mit anzusehen“, erzählt Andrea.  

 

Tolle Vereinbarkeit von Beruf und Familie

Durch Zufall hat sie vor über 15 Jahren eine Zeitungsanzeige von uns in den Nürnberger Nachrichten gesehen und sich beworben. „Ich kannte diese Form der Versorgung zuerst nicht und dachte, es werden nur spezielle Fachkräfte gesucht“, erinnert sie sich. Mit der Einstellung hat es glücklicherweise geklappt. Nach einer intensiven Einarbeitung übernahm die gelernte Krankenschwester im März 2003 die Versorgung bei einer jungen Patientin und begleitete sie ca. 2,5 Jahre. Anschließend war sie 5 Jahre bei einem ALS-Patienten. „Dies war ein sehr intensives und enges Verhältnis“, verrät Andrea.  

Als 2012 dann Andrea’s Töchterchen geboren wurde, ging sie ein Jahr in Elternzeit und kam anschließend zunächst auf Mini-Job Basis zu uns zurück. Zum Glück entschied sich Andrea nach einiger Zeit, uns in Teilzeit erhalten zu bleiben, worüber wir sehr glücklich sind. „Ausschlaggebend dafür war auch, dass der Job in der häuslichen Intensivpflege seit nunmehr drei Jahren sehr gut mit meiner Familie vereinbar ist. Das ist eine paradiesische Versorgung und macht mir das Arbeiten leicht“, verrät sie uns mit einem Lächeln.  

 

Ziemlich viel Musik in der Versorgung

„Derzeit betreue ich Frau. K. in der Nähe von Nürnberg. Sie ist seit einem Schlaganfall tracheotomiert. Die erste Stunde des Tages verbringe ich mit Vitalzeichenkontrolle und der Vorbereitung des Frühstücks. Ihre Katze, Schmusetiger Lisa, kommt dabei natürlich auch nicht zu kurz“, erzählt Andrea als wir sie nach ihren Aufgaben befragen.  

„Meine Patientin ist sehr darauf bedacht, dass es uns als Pflegerinnen und Pflegern gut geht. Wir machen so gut es geht Ausflüge und Spaziergänge in der Gegend z.B. zur Eisdiele oder zum Bäcker - das ist schon sehr toll. Wir hören auch ziemlich viel Musik in der Versorgung - von Rammstein bis Andrea Bocelli ist alles in der Playlist vertreten“, ergänzt Andrea.  

 

„Zeit für den Patienten war immer meine Maxime“

Auf die Frage, warum Andrea sich für die Pflege entschieden hat, antwortet sie: „Zeit für den Patienten war schon immer meine Maxime. Das, was ich mir in der Ausbildung vorgenommen habe, z.B. für den Patienten da zu sein, wollte ich verwirklichen und dies habe ich geschafft. Das Individuelle und etwas Querbeet hat mich auch schon immer gereizt“, schwärmt die 41-Jährige.  

Das Schönste und Schlimmste ihrer beruflichen Laufbahn war das intensive Verhältnis zu einem ihrer ALS-Patienten. „Schön war das fast schon familiäre Verhältnis zu Patient und Angehörigen, die mich als einen Teil der Familie angesehen haben. Schlimm war dann die Sterbebegleitung mit allen Facetten. Dies haben wir aber gemeinsam mit der Familie gut gemeistert“, erzählt Andrea sichtlich bewegt.  

 

Selbstbestimmtes Arbeiten

Die beste berufliche Entscheidung ihres Lebens war sicherlich, in die Intensivpflege zu gehen und bei der GIP anzufangen. Auch das Miteinander in und unter den Versorgungen sei gut und die Aufgaben sehr abwechslungsreich. „Die Dienstplangestaltung und die Tatsache, dass sie selbstbestimmt arbeiten kann, ist wohl mit das Beste an meinem Job. Meine Hobbys wie Kochen, Backen und Musik kann ich zudem voll und ganz in meiner Versorgung ausleben. Dies gibt es sicherlich nicht überall“, erzählt Andrea mit einem breiten Grinsen und trinkt einen Schluck von ihrem Cappuccino.  

 

Perfekte Berufswahl

Für ihre Familie und die Arbeit mit Menschen ist Andrea in ihrem Leben besonders dankbar. Sie bekomme sehr viel zurück. „Meine Eltern hatten sich einen Beruf im Medizinbereich oder der Hotelbranche für mich gewünscht. Von daher sind sie mit meiner Berufswahl auch sehr zufrieden“, ergänzt Andrea.

Der italienische Kaffee während unseres Gespräches stimmt sie auf ihr Lieblingsreiseziel Italien ein. Der Familienurlaub am Gardasee steht bevor und sie freut sich schon sehr auf diese Auszeit. Abschließend antwortet sie auf die Frage, wofür sie in der Nacht aufstehen würde mit sehr viel Heiterkeit: “Schokolade!“

Wir wünschen dieser sympathischen Mitarbeiterin weiterhin viel Freude bei ihrer Arbeit und danken für die wunderbare Zusammenarbeit in den letzten 15 Jahren.

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