Corona-Schutzmasken in der Intensivpflege

Wann? Welche? Unser Masken-Guide für die außerklinische Intensivpflege

Regeln für den Einsatz von Schutzmasken in ambulanten Wohngemeinschaften und häuslichen Einzelversorgungen

Schutzmasken kommt in der ambulanten Pflege eine wichtige Rolle beim Kampf gegen das Coronavirus zu. Doch wann müsst Ihr als Pflegekräfte in der außerklinischen Intensivpflege welchen Schutz tragen? Wir sagen Euch, in welchen Corona- und Pflege-Situationen Ihr welchen Maskentyp einsetzen müsst.

Bei einem positiven Corona-Fall

Kam es in Eurer Versorgung zu einem Coronavirus-Verdachtsfall oder einem Ausbruchsgeschehen? Wurde eine*r Eurer Kolleg*innen oder Patienten*innen positiv auf Corona getestet? Seid Ihr Kontaktperson oder wurdet Ihr als Kontaktperson ermittelt?

Dann tragt über einen Zeitraum von zehn Tagen im Dienst eine FFP2-Maske ohne Ausatemventil bei allen Tätigkeiten am oder im Umfeld der von Euch versorgten Personen.

Wurde eine von Euch betreute Person positiv auf SARS-CoV-2 getestet, dann sollte auch diese, wenn medizinisch möglich, eine FFP2-Maske, zumindest aber einen dreilagigen Mund-Nasen-Schutz tragen.

 

Bei hoher Kontaktdichte zu anderen Personen in der häuslichen Einzelversorgung

Ihr arbeitet in einer Einzelversorgung? Euer Patient | Eure Patientin erhält z. B. Weihnachtsbesuch oder Besuch anlässlich eines Geburtstages, der nicht zum Pflegeteam gehört?

In solchen Situationen mit hoher Kontaktdichte tragt Ihr eine FFP2-Maske ganz unabhängig vom aktuellen Inzidenzwert in Eurer Region.

 

Bei einer COVID-19-Inzidenz bis maximal 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage

Liegt die 7-Tage-Inzidenz in Eurer Region bei maximal 50 Fällen?

Dann reicht es aus, wenn Ihr einen dreilagigen medizinischen Mund-Nasen-Schutz (MNS) tragt. Eine Ausnahme bilden Situationen mit hoher Kontaktdichte, in denen auch bei niedriger COVID-19-Inzidenz eine FFP2-Maske zu tragen ist.

Wie hoch die COVID-19-Inzidenz aktuell in Eurer Region ist, könnt Ihr z. B. hier erfahren: https://covid-karte.de/  

 

Bei einer COVID-19-Inzidenz von über 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der letzte sieben Tage

Liegt die 7-Tage-Inzidenz in Eurer Region bei über 50 Fällen, wird es für Euch etwas komplizierter. Wir sagen Euch, bei welchen Tätigkeiten welche Maske angesagt ist, solange Eure Patientin | Euer Patient keine SARS-CoV-2 Symptomatik aufweist.

 

Körper- oder gesichtsferne Tätigkeiten mit einem Mindestabstand von 1,50 Metern

Übt Ihr körper- oder gesichtsferne Tätigkeiten mit einem Mindestabstand von 1,50 Metern zu Eurer Patientin | Eurem Patienten und einer Dauer von weniger als 15 Minuten aus?

Dann ist ein dreilagiger medizinischer Mund-Nasen-Schutz ausreichend.

 

Übt Ihr körper- oder gesichtsferne Tätigkeiten mit einem Mindestabstand von 1,50 Metern zu Eurer Patientin | Eurem Patienten und einer Dauer von mehr als 15 Minuten aus?

a) Trägt Eure Patientin | Euer Patient zudem einen medizinischen Mund-Nasen-Schutz oder ist ein entsprechender Filter auf der Trachealkanüle installiert?

Dann ist für Euch ebenfalls ein medizinischer Mund-Nasen-Schutz ausreichend.

b) Trägt Eure Patientin | Euer Patient keinen medizinischen Mund-Nasen-Schutz oder ist kein entsprechender Filter auf der Trachealkanüle installiert?

Dann gilt für Euch das Tragen einer FFP2-Maske ohne Atemventil.

 

Körper- oder gesichtsferne Tätigkeiten ohne einen Mindestabstand von 1,50 Metern

Übt Ihr körper- oder gesichtsferne Tätigkeiten mit einer Dauer von weniger als 15 Minuten aus, bei denen Ihr den Mindestabstand von 1,50 Metern zu Eurer Patientin | Eurem Patienten nicht einhalten könnt?

a) Trägt Eure Patientin | Euer Patient zudem einen medizinischen Mund-Nasen-Schutz oder ist ein entsprechender Filter auf der Trachealkanüle installiert?

Dann ist für Euch ebenfalls ein medizinischer Mund-Nasen-Schutz ausreichend.

b) Trägt Eure Patientin | Euer Patient keinen medizinischen Mund-Nasen-Schutz oder ist kein entsprechender Filter auf der Trachealkanüle installiert?

Dann gilt für Euch das Tragen einer FFP2-Maske ohne Atemventil.

 

Übt Ihr körper- oder gesichtsferne Tätigkeiten mit einer Dauer von mehr als 15 Minuten aus, bei denen Ihr den Mindestabstand von 1,50 Metern zu Eurer Patientin | Eurem Patienten nicht einhalten könnt?

Dann tragt eine FFP2-Maske ohne Atemventil, ganz unabhängig davon, ob Eure Patientin | Euer Patient einen medizinischen Mund-Nasen-Schutz oder einen Filter auf der Trachealkanüle trägt.

 

Bei erhöhter Tröpfchen- und Bioaerosolkonzentration in der Umgebung

Äußert Eure Patientin | Euer Patient während der pflegerischen Versorgung Verhaltensweisen, die zu einer Erhöhung der Tröpfchen- und Bioaerosolkonzentration in der Umgebung führen können? Gemeint sind hier z. B. lautes Singen, Schreien oder Rufen während der Pflege.

Dann schützt Euch durch eine FFP2-Maske ohne Atemventil.

 

Übt Ihr Tätigkeiten an Eurer Patientin | Eurem Patienten aus, die zu einer Erhöhung der Tröpfchen- oder Bioaerosolkonzentration in der Umgebung führen können? Beispielsweise das Absaugen von Sekreten im Mund-Nasen-Raum.

Dann schützt Euch durch eine FFP2-Maske ohne Atemventil.

 

Übt Ihr Pflege- oder Versorgungstätigkeiten aus, die zu einer spontanen Hustenprovokation bei Eurer Patientin | Eurem Patienten führen können? Beispielsweise die Veränderung der Körperposition oder Mundreinigung und -pflege.

Dann schützt Euch durch eine FFP2-Maske ohne Atemventil.

 

Was solltet Ihr beim Tragen von Masken in der Pflege grundsätzlich beachten?

Die Voraussetzung für das Tragen eines medizinischen Mund-Nasen-Schutzes in der außerklinischen Intensivpflege ist eine gute Lüftungssituation.

Eine FFP2-Maske solltet Ihr maximal 75 bis 120 Minuten am Stück tragen. Danach müsst Ihr eine Erholungszeit von 30 Minuten bzw. einen Wechsel auf einen medizinischen Mund-Nasen-Schutz einhalten.

Bleibt gesund!

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