Intensivpflege - Definition

Qualifizierte Pflege durch spezialisierte Pflegedienstleister

Der Begriff „Intensivpflege“ definiert im Allgemeinen einen Teilbereich der Krankenpflege. Diese qualifizierte Pflege wird überall dort benötigt, wo Patienten in ihren Körperfunktionen intensiv überwacht oder unterstützt werden müssen und kommt in erster Linie auf Intensivstationen zum Einsatz. Der medizinische Fortschritt ermöglicht es heute jedoch, viele Pflegeleistungen vom stationären in den ambulanten Bereich zu verlagern. So können auch schwerstkranke Menschen ein möglichst selbstbestimmtes Leben führen – spezialisierte, ambulante Intensivpflegedienste wie die GIP Gesellschaft für medizinische Intensivpflege mbH helfen ihnen dabei.

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Ambulante Intensivpflege

von schwerstpflegebedürftigen Menschen im häuslichen Umfeld

Ambulante oder auch außerklinische Intensivpflege ist die Versorgung von schwerstpflegebedürftigen Menschen außerhalb einer Klinik im häuslichen Umfeld. Die schwerstpflegebedürftigen Menschen werden zu Hause oder in einer betreuten Wohngemeinschaft versorgt. Die intensivpflegerische Betreuung erfolgt bis zu 24 Stunden, rund um die Uhr – an 365 Tagen im Jahr durch examinierte Fachpflegekräfte. Diese überwachen den betroffenen Patienten intensiv und engmaschig, da jederzeit eine lebensbedrohliche Situation eintreten kann, die ein sofortiges Handeln verlangt.

Voraussetzungen der ambulanten Intensivpflege

Eine ambulante Intensivpflege, außerklinische Beatmungspflege oder auch Heimbeatmung durch einen spezialisierten Pflegedienst erfolgt stets auf Grundlage einer ärztlichen Verordnung.

Der die Intensivpflege übernehmende Pflegedienst benötigt i.d.R. eine Zulassung gemäß § 72 SGB XI und § 132a SGB.

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Anspruch auf ambulante Intensivpflege

Der Anspruch auf eine ambulante Intensivpflege, also eine spezielle häusliche Krankenpflege, insbesondere die medizinisch notwendige Behandlungspflege wird durch § 37 Sozialgesetzbuch Fünft (SGB V) geregelt.

 

Zum Gesetzestext >

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Wer übernimmt die Kosten der ambulanten Intensivpflege?

Kostenträger Krankenversicherung

Kostenträger der Leistungen der ambulanten Intensivpflege bzw. Behandlungspflege nach SGB V sind die Krankenkassen. Diese übernehmen die Kosten der häuslichen Krankenpflege auf Grundlage einer ärztlichen Verordnung. Die Pflegeversicherung bezuschusst die ambulante Intensivpflege hinsichtlich der meist neben der Behandlungspflege zu leistenden Grundpflege, also der Unterstützung der Betroffenen bei Körperpflege, Ernährung oder Mobilität. Eine ambulante Intensivpflege ist dabei aber nicht unbedingt von einem anerkannten Pflegegrad (bis 31. Dezember 2016: eine anerkannte Pflegestufe) abhängig.

Erfahren Sie hier mehr über die Finanzierung der ambulanten Intensivpflege >

Formen der außerklinischen Intensivpflege

GIP-Intensivpflege-Leitbild-Icon-Mittelpunkt-MenschVersorgung im eigenen Zuhause

Der Patient lebt in seiner eigenen Häuslichkeit und wird hier bis zu 24 Stunden am Tag von einer Pflegefachkraft versorgt, die die Behandlungs- und Grundpflege erbringt ihn aber auch bei allen Aktivitäten des Alltags begleitet. Im Rahmen dieser Individualbetreuung liegt der Personalschlüssel grundsätzlich bei 1:1. Das heißt, dass eine Pflegefachkraft einen Patienten betre

GIP-Intensivpflege-UeberleitungsprozessWohngemeinschaft

In speziellen Wohngemeinschaften für Intensivpflege leben meist mehrere Patienten mit einem hohen Intensivpflegebedarf zusammen und werden hier in der Regel 24 Stunden von einem Pflegedienst betreut. In den WGs liegt der durchschnittliche Personalschlüssel i.d.R. bei 1:3. Das heißt, dass eine Pflegefachkraft im Tagesdurchschnitt drei Patienten betreut.

Erfahren Sie mehr über die außerklinische Intensivpflege bei der GIP

zu Hause oder in betreuten Wohngemeinschaften
GIP häusliche Intensivpflege - Leistungen für erwachsene Patienten

Tätigkeiten in der ambulanten Intensivpflege

Die Leistungen der ambulanten Intensivpflege umfassen beispielsweise:

 

  • Spezielle Krankenbeobachtung und Interpretation der ermittelten Werte, z. B. bei tracheotomierten und/oder beatmeten Patienten
  • Sicherstellung der maschinellen invasiven oder nicht-invasiven Beatmung (Heimbeatmung)
  • Sekretmanagement und endotracheales Absaugen
  • Tracheostomapflege und Trachealkanülenwechsel
  • Enterale und parenterale Ernährung
  • Legung einer Magensonde
  • Bilanzierung
  • Katheterisierung der Harnblase
  • Medikamentengabe und spezielle Wundversorgung

 

Neben der eigenverantwortlichen Durchführung der Behandlungspflege stellen Pflegefachkräfte den Bedarf an Grundpflege fest und entwickeln für den Patienten einen individuellen Pflegeplan. 

Ziel der ambulanten Intensivpflege

Das wesentliche Ziel der ambulanten Intensivpflege ist das Erreichen eines möglichst selbstbestimmten Lebens für die Betroffenen. Hierzu zählt u.a. auch die Teilhabe am sozialen Leben. Außerdem zielt die ambulante Intensivpflege auch darauf, den Drehtüreffekt zur stationären Wiederaufnahme chronisch kranker Patienten mit hohem behandlungspflegerischem Aufwand zu reduzieren bzw. zu vermeiden.

GIP häusliche Intensivpflege - Alltagsbegleitung

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