Corona: Maßnahmen in der Pflege

Häusliche Intensivpflege in der Corona-Krise

10 Maßnahmen zum Schutz von Patienten und Pflegekräften

Spätestens heute spricht man in Deutschland nicht mehr nur vom Corona-Virus, sondern von einer Corona-Krise. Die aktuelle, weltweite Verbreitung von Covid-19 wurde zur Pandemie erklärt, deren Fortschreiten mit allen Mitteln eingedämmt und verlangsamt werden sollte. Bund und Länder reagieren mit entsprechend, drastischen Maßnahmen, die für die breite Öffentlichkeit gelten. Doch wie sieht es speziell in der ambulanten Intensivpflege aus? Wir fassen unsere aktuellen Maßnahmen noch einmal für Euch zusammen.

Drastische Corona-Maßnahmen in ganz Deutschland: 

Wie lauten die aktuellen Maßnahmen der einzelnen Bundesländer? Was ist noch erlaubt und was nicht?

Auch bzgl. der im öffentlichen Leben zu ergreifenden Maßnahmen sind sich Bund und Länder leider nur zum Teil einig. Die Entscheidung und Umsetzung liegt auf Landesebene. Ihr solltet Euch entspreched darüber informieren, was und ab wann es genau für Eurer Bundesland gilt.

Einen Überblick über den aktuellen Stand der Dinge in den einzelnen Bundesländern findet Ihr z.B. auf Welt.de .

 

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Im Großen und Ganzen ist allen Maßnahmen aber eines gemeinsam: Es gilt in den nächsten Wochen, alle nicht zwingend notwendigen sozialen Kontakte und Unternehmungen zu vermeiden, um die Infektionswelle einzudämmen und das deutsche Gesundheitssystem nicht (noch mehr) zu überlasten.

 

 

Ergänzender, aktueller Maßnahmenkatalog der GIP Intensivpflege

zum Schutz von Patienten und Mitarbeitern in der Corona-Krise


Auch, wenn heute keiner weiß, wie sich das Corona-Virus weiterentwickelt, ist nach wie vor nichts wichtiger ist, als Ruhe zu bewahren. In fast 20 Jahren GIP Intensivpflege war es nie wichtiger für die Patienten aktuell und in den nächsten Wochen durch Mitarbeiter*innen des Unternehmens vor Ort versorgt zu werden. Denn auch, wenn unsere Patienten nicht im Focus der großen Öffentlichkeit stehen, in dem der GIP stehen sie. Wir alle wissen, um den teilweise fragilen Gesundheitszustand der betroffenen Pflegebedürftigen und damit auch, wie wichtig die Sicherstellung ihrer derzeitigen Versorgung ist – sei es zu Hause oder in einer betreuten WG.

Fakt ist, dass die Versorgungen unserer Patienten in Kliniken in der derzeitigen Situation auf Grund der Komplexität und der Engpässe zu unlösbaren Problemen führen würde, deren Folgen für unsere Versorgten unabsehbar wären und damit zwingend zu vermeiden sind. Für unsere Patienten ist es im wahrsten Sinne des Wortes lebenswichtig, dass wir alles unternehmen, um deren Versorgung dort sicher zu stellen, wo sie gerade sind. Kein Ort ist für sie sicherer, als das eigene Zuhause, ob bei der Familie oder in den Wohngemeinschaften.


Damit entlasten wir auch Krankenhäuser, die bereits heute am Limit arbeiten und unterstützen unsere klinischen Kollegen. Ebenso wichtig ist es aber, alles zu tun, damit auch die Sicherheit und Gesundheit der Mitarbeiter*innen gewahrt wird. Nur dann können wir überhaupt helfen.


Deshalb haben wir uns als Unternehmen bis auf Weiteres zu folgenden 10 Maßnahmen entschlossen:

 

  1. Reduzierung der Patientenbesuche durch eigene, nicht in der Pflege aktive Mitarbeiter*innen, auch Pflegedienstleitungen auf Notfälle, wobei unsere Bereichs-PDL den Pflegeteams natürlich jederzeit telefonisch zur Verfügung stehen. GIP-Mitarbeiter*innen sollten entsprechend versuchen, in Absprache mit den Familien und Patienten, auch deren Außenkontakte auf ein Minimum zu reduzieren und hier noch einmal auf die kritische Situation für alle hinweisen.
  2. GIP-Mitarbeiter*innen sollten, wenn möglich, auf ihrem Arbeitsweg weitestgehend auf die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel verzichten.
  3. Die versorgten Patienten sollten vorzugsweise in deren Häuslichkeit bleiben, in den betreuten Wohngemeinschaften in deren Zimmern. Es sollten keine Ausflüge unternommen werden.
  4. Die Eigenhygiene und die der Patienten sollte fortlaufend noch strikter als sonst beachtet werden.
  5. Die GIP wird einen zentralen Vorrat an notwendigen Hygienematerialien vorhalten, die bei Bedarf an die Pflegeteams direkt geliefert werden. Hierbei sollte wegen zu erwartender Engpässe allerdings sorgsam mit den Materialien umgegangen werden. Etwaige, häusliche Depots sind vor einer Neubestellung aufzubrauchen. Das Material wird entsprechend nach Verfügungsbarkeit und Notwendigkeit ausgehändigt.
  6. Bei Fragen zur eigenen Situation und/oder der des Teams im Zusammenhang mit dem Corona-Virus, steht den Pflegeteams die zuständige PDL zur Verfügung. Diese klärt etwaige Fragen intern und gibt Feedback.
  7. Sollten Mitarbeiter*innen oder Menschen in ihrer Umgebung bzw. Kontaktpersonen vom Corona-Virus betroffen sein, ist die zuständige Pflegedienstleitung umgehend zu informieren. Diese setzt sich mit unserem Krisenteam in Verbindung und versucht, einen Lösungsvorschlag zu machen.
  8. Mitarbeiter*innen, die selbst nicht mehr in den eigenen Versorgungen, z.B. wegen Schließungen der Integrationsschulen unserer kleinen Patienten eingeplant werden können, wenden sich ebenso an ihre zuständige  PDL, um anderweitige Einsatzmöglichkeiten zu besprechen.
  9. Sollte eine Versorgung durch die Virusinfektion und damit verbundene, vermehrte Mitarbeiterausfälle kritisch werden, bieten wir an, Patienten in unseren WGs zu versorgen. Hierzu haben wir höchstvorsorglich, um schnell reagieren zu können, bereits in der vergangenen Woche 30 zusätzliche Pflegebetten geordert. Dort, wo Angehörige mithelfen können, bitten wir darum, dass dies nach Rücksprache mit der zuständigen PDL proaktiv besprochen wird.
  10. Sollten Mitarbeiter*innen wegen der Schließung von Versorgungseinrichtungen, Probleme mit der eigenen Kinderversorgung haben, sollten diese dies bitte rechtzeitig mit ihren zuständigen PDLs besprechen. Ggfls. besteht hier auch die Möglichkeit, im Team durch entsprechende Umsteuerung die Dienstabdeckung zu ermöglichen oder Flexibilisierungen etwa beim Dienstbeginn einzuführen.

Stand: 17.03.2020

 

Die GIP Intensivpflege wird ihre Maßnahmen in der Corona-Krise wöchentlich dynamisch anpassen, um der Situation gerecht zu werden. Sollten Mitarbeiter*innen Anregungen haben, bitten wir darum, dies mit den entsprechenden Vorgesetzten zu besprechen.

Kinderbetreuung in der Corona-Krise: Das müssen Pflegekräfte jetzt wissen!

Bundesweit werden aufgrund der Corona-Situation Schulen und Kitas geschlossen. Wir haben die wichtigsten Informationen für die Notbetreung der Kinder von Pflegekräften für Euch zusammengestellt.

 

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GIP-Geschäftsführer spricht zu allen Mitarbeiter*innen zur Corona-Krise

Marcus Carrasco-Thiatmar wendet sich per Videobotschaft an alle GIP-Mitarbeiter*innen zur Corona-Krise. Wichtig ist ihm dabei, festzuhalten, dass die pflegenden Kollegen*innen nicht allein mit demThema sind und die GIP im Hintergrund fieberhaft daran arbeitet, Lösungen im Umgang mit der Krise für ihre Mitarbeiter und Patienten zu finden.

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