Corona-Prämie: Unternehmen müssen im Land Berlin vielleicht in Vorleistung gehen

Das Corona-Prämien-Dilemma geht in die 2. Runde ...

... und Berlin beweist einmal mehr: Das Gegenteil von gut gemacht ist lediglich gut gemeint.

 

 

In diesem Monat soll im Rahmen der Länderaufstockung von den Pflegekassen der zweite Teil der Corona-Prämie ausgezahlt werden. Pro Beschäftigten sind das 500 Euro steuer- und sozialabgabenfrei. Die Antragsfrist für die Länderaufstockung der Corona-Prämie war für die Unternehmen der Pflege extrem kurz gesetzt – nur 13 Tage waren vorgegeben – für einen nicht unerheblichen Verwaltungsakt. Ein Kraftakt also, den die Pflegeeinrichtungen- und Dienstleister bewältigen mussten.

 

Jetzt lässt das Land Berlin eine ausgesprochen kratzbürstige Katze aus dem Sack: Voraussichtlich wird man es nicht schaffen, bis zur Fälligkeit der Löhne und Gehälter der Pflegekräfte im Dezember die zugesagten Prämien an die Arbeitgeber auszuzahlen. Dies bedeutet, dass alle betroffenen Pflegeunternehmen in Vorkasse gehen müssten. Denn nur, wenn bis 31. Dezember 2020 die 500 Euro Prämie gezahlt wird, bleibt dies auch wirklich für Arbeitnehmer und Arbeitgeber steuer- und sozialabgabenfrei. Ein vergiftetes Weihnachtsgeschenk für alle Pflegeunternehmen und eine weitere Minderwertschätzung der Pflege an sich.

Ein Verblendungsversuch: Corona-Bonus für die Pflege

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn bestellt im Frühjahr eine finanzielle Anerkennung für Pflegekräfte, will sie aber nicht bezahlen. Das Chaos war bereits hier perfekt. Doch unabhängig davon, wie das Prämienchaos endet und davon, dass das Corona-Bonusversprechen für die Pflege wohl eher eine populistische Inszenierung des Jens Spahn ist, ist nach der Corona-Prämie vor der Prämie.

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Pandemie-„Management“ durch Mehrarbeit von Pflegekräften?

Bei aller Diskussion um eine Überlastung der Intensivstationen in der Corona-Krise gerät in Vergessenheit, dass nicht durch die Zahl fehlender Intensivbetten dem Gesundheitssystem ein Kollaps drohen könnte: Denn kein einziges Bett hilft, wenn nicht an ihm ein pflegender Mensch steht! Eine 60-Stunden-Woche in der Pflege soll nun vor Überlastung des Gesundheitssystems schützen?

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